Anpacken – erst recht beim steigenden Bitcoin-Kurs!

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 6 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Der jüngste dramatische Kursanstieg lässt wieder Hoffnungen auf einen kommenden Bullenmarkt erwachen. Doch ist der Kurs wirklich das einzig Interessante an Kryptowährungen? 

Eine Kolumne von Philipp Giese

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Der jüngste Kurssprung Bitcoins lässt wieder Hoffnung auf einen erstarkenden Bitcoin-Kurs aufkommen. Verständlich: die Saure-Gurken-Zeit seit Anfang Mai, in der der Bitcoin-Kurs nur zwischen Abwärts- und Seitwärtsbewegungen pendelte, wurde unterbrochen. Das ist phantastisch, täuscht aber nicht darüber hinweg, dass wir noch nicht über dem Berg sind. Im Wochenchart liegt der Bitcoin-Kurs immer noch unter dem gleitenden Mittelwert der letzten zwanzig Wochen, welcher eine passable Abschätzung hinsichtlich Bullen- und Bärenmarkt ist. Ebenso ist das Handelsvolumen von Bitcoin immer noch so gering wie seit einem Jahr nicht mehr:

Zwischen Anfang Mai und Ende Juni verlor der Bitcoin-Kurs über vierzig Prozent. Um dies wieder aufzuholen, benötigt es mehr als einen durch BlackRock, den möglicherweise kommenden ETF oder sonstige Gründe induzierten Pump. Auch wenn über 20 Prozent in zwei Tagen unglaublich  beachtlich ist, müsste der Kurs selbst jetzt noch dreißig Prozent ansteigen.

Was können wir aus der Vergangenheit lernen?

Ich will nicht meckern. Es geht eher um die Frage: Wie kann man diese Aufwärtsbewegung sinnvoll nutzen? Dazu hilft ein Blick in die Vergangenheit. 2018 war längst nicht der erste Bärenmarkt. In 2011 und 2014 gab es bisher ebenso einschneidende Momente für die Community. Auch damals haben Viele viel Geld verloren. Speziell 2014 fing ein langer Bärenmarkt an. Es brauchte mehrere Jahre, bis sich der Markt wieder erholen konnte. Kryptowährungen, die 2014 in den Top 10 waren, sind jetzt unbekannt. Megacoin, einst auf Platz zehn bezüglich Marktkapitalisierung, steht aktuell auf Platz 925.

Doch die Szene hat nicht geschlafen oder sich nur über Verluste beklagt – Bitcoin wurde weiter genutzt. Bitcoinstad Arnhem, im Mai 2014 während des „Bärenmarktes“ gegründet, existiert weiterhin und ist ein Vorzeigebeispiel für die Nutzung Bitcoins. Ethereum, dessen White Paper Ende 2013 erschien, wurde ebenso im Bärenmarkt, genauer im Juli 2015 gelauncht. Joseph Poon veröffentlichte Anfang 2016 das White Paper zum Lightning Network.

Natürlich wurde damals auch getradet, aber längst nicht ausschließlich. Der Bärenmarkt und ebenso der sich langsam erholende Markt war also eine fruchtbare Zeit. Man fokussierte sich auf technische Use-Cases und reale Nutzung.

Layer-2-Lösungen, Stablecoins und dezentrale Börsen: die Tech-Trends von 2018

Schon vor dem jüngsten Kurssprung tat sich viel positives – im technischen Bereich. Vor einigen Monaten kritisierte ich, dass jüngere Projekte einen zu starken Fokus auf Announcements und Partnerschaften haben. Inzwischen ist wieder viel Interessantes im Ökosystem zu sehen:

  • Das Lightning Network, die Layer-2-Lösung von Bitcoin, ist Bitcoins Antwort auf das Skalierungsproblem. Wir haben an anderer Stelle über die extrem umtriebige Entwicklerszene um die Off-Chain-Lösung berichtet. Inzwischen ist gemäß dem Lightning-Monitor 1ML die Kapazität auf 80 Bitcoin gestiegen und kann damit innerhalb des letzten Monats ein Wachstum von 200 Prozent vorweisen. Hinter Lightning oder ähnlichen Lösungen wie COMIT oder Plasma steht viel mehr als eine Skalierungslösung. Es ist extrem wichtig, dass Projekte nicht nur neue Kryptowährungen entwickeln, sondern den Application Layer voranbringen.
  • Dezentrale Börsen haben nicht nur durch die jüngste Äußerung von Vitalik Buterin für Aufsehen gesorgt. Dass mit Binance eine der größten Kryptobörsen einen DEX aufbauen möchte, zeigt, als wie wichtig diese Technologie wahrgenommen wird. Zentralisierte Börsen sind streng genommen ein Single Point of Failure. Auch wenn das jüngste Bancor-Drama aufzeigt, dass noch viel zu tun ist: Dezentrale Börsen werden die Trading- und Investoren-Landschaft im Kryptobereich prägen – gerade auch im Zusammenhang mit dem Lightning Network beziehungsweise mit Atomic Swaps.
  • Stable Coins wie Tether haben zu vielen Kontroversen geführt. Dennoch sind Stable Coins, Kryptowährungen, deren Wert fest an einen Basiswert gekoppelt sind, ein interessantes Konzept. Für dezentrale Börsen ohne Tauschmöglichkeit in Fiat können Stablecoins einen sicheren Hafen schaffen, in die man digitale Assets temporär überführen kann. Technologisch geht es um noch mehr: Wie kann man im Sinne der Trustlessness eine sichere Verbindung zu einem realen Asset realisieren?

All diesen Trends ist gemein: Sie sind von wenigen „Lambo“-Rufen begleitet. Die Stimmung hat sich auf eine positive Weise abgekühlt. Im Rahmen verschiedener Projekte soll das Krypto-Ökosystem aufgebaut werden – ein Schlagwort ist deshalb #BUILDL.

#BUILDL: Auf andere Dinge als auf den Bitcoin-Kurs fokussieren

Die Vergangenheit ist ein guter Lehrmeister. Wenn ein Paradigma von Bitcoin „be your own bank“ ist, dann sind wir alle zum Mitmachen aufgerufen. #BUILDL – das können interessante Entwicklungstätigkeiten sein. Aber auch für uns codetechnische Illiteraten gibt es viel zu tun:

  • Im Bitcoin-Ökosystem können Interessierte eine Full Node oder eine Lightning Node aufsetzen. Das lässt sich auch auf andere Ökosysteme übertragen. Auch ein Ripple-Anhänger kann eine Validator-Node starten. Das IOTA-Netzwerk freut sich ebenfalls über jede Full Node. #BUILDL bedeutet also auch, proaktiv das Netzwerk mit aufzubauen.
  • Über die Mitarbeit in Magazinen und auf vielen anderen Wegen kann man bei der Aufklärung über Kryptowährungen helfen. Wenn jemand über Suchmaschinen zu konkreten Themen sucht, kann er so eine Unmenge an Information finden. #BUILDL heißt auch dafür zu sorgen, dass Interessierte schnell auf ihre Fragen antworten finden. (Psst, wir suchen auch noch Mitarbeiter in der Redaktion & im Marketing. Hier geht`s zu den aktuellen Ausschreibungen.)
  • Wir alle sind Ambassadors, dazu berufen, anderen Menschen über eine zukunftsweisende Technologie zu erzählen. Bestimmt tun viele Leser das. Allein damit tut ihr einen wichtigen Dienst an der Community und baut diese mit auf. #BUILDL – Das Aufbauen einer Community, Kryptoferne auf die Technologie aufmerksam machen, aufklären – all das ist essentiell.

Aber was is mit de Kohlen“ fragt nicht nur Bud Spencer, sondern auch die Investoren. Ich denke, das eine hat mit dem anderen zu tun. Ein Paradoxon im Leben ist, dass ein zu verkrampfter Fokus nicht zum Ziel führt. „Wer sein Leben retten will, der wird es verlieren“ oder „Der Weg ist das Ziel“ sind nicht nur nette Kalendersprüche, sondern Wahrheiten, die man auf vieles übertragen kann. Wer sein Vermögen retten will und nervös hin und her tradet, wird außerhalb eines Bullenmarkts baden gehen. Eher sollte man sich auf den Weg zum Ziel fokussieren, auf das, was es für eine Welt braucht, in der Kryptowährungen vollständig und nachhaltig im Mainstream angekommen sind!

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