„Angst, Fehlinformationen oder Kalkül“ – Banken in Chile verweigern Service

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Chilenische Krypto-Börsen fordern eine einheitliche Regulierung von Kryptowährungen und für den Handel damit. Nachdem die Bankkonten der zwei landesweit größten Exchanges eingefroren worden sind, wird der Bedarf nach offiziellen Richtlinien stärker.

Die chilenischen Krypto-Börsen fühlen sich zunehmend unfair behandelt. Die beiden Börsen BUDA und CryptoMKT wurden dahingehend Opfer einer unvorhergesehenen Aktion der Regulatoren. Die zuständigen Banken schlossen die Bankkonten der beiden Börsen ohne Vorwarnung. Die Banken begründeten ihre Aktion im Nachhinein damit, keine Kunden zu unterstützen, die mit Kryptowährungen zu tun hatten. Das Statement der Börsen lautet wie folgt:

„Aus Mangel an Wissen und regulatorischer Einheitlichkeit wird die Tatsache unterstützt, dass manche Banken ihren Service verweigern. Sei es aus Angst, Fehlinformationen oder auch Kalkül – sie wollen nicht mit Menschen zusammenarbeiten, die in irgendeiner Art und Weise mit Kryptowährungen zu tun haben.“

Börsen in Chile fordern einheitliche Regulierung

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Als Reaktion auf diesen Schritt beschlossen die beiden Exchanges, gemeinsam gegen die scheinbar willkürliche Regulierung vorzugehen. So haben die beiden Plattformen ein Schreiben an die Bankenaufsichtsbehörde verfasst, indem sie eine einheitliche Regulierung fordern. Die Börsen werfen den Behörden vor, sich gegen einen unaufhaltsamen Markt zu stellen und somit die Entwicklung des südamerikanischen Landes aufzuhalten. Sie fordern ferner eine faire Zusammenarbeit seitens der Banken. Die beiden Börsen erklärten außerdem, dass sie stets bemüht seien, illegalen Aktivitäten zuvorzukommen. So hätten sie vor allem ein Auge auf mögliche Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung durch Kryptowährungen.

Erst kürzlich berichteten wir, dass die chilenische Regierung künftig die Blockchain-Technologie nutzen wolle, um das landesweite Stromnetz zu kontrollieren. Mit der technischen Neuerung wollte das Land vor allem Investoren anlocken und durch mehr Transparenz das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen. Damit steht Chile in der Linie mit einigen anderen Ländern, die sich für die Blockchain-Technologie begeistern, aber bei Kryptowährungen eher vorsichtig sind. Dabei akzeptierte das Land bereits im Jahr 2015 nach einem schweren Erdbeben Spenden in Bitcoin. Insgesamt kamen damals durch 46 Transaktionen 1,3 Bitcoin zusammen.

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