Amazon sucht Blockchain-Entwickler: Wie es um die DLT-Adaption bei dem Großkonzern bestellt ist

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Amazon sucht Blockchain-Entwickler: Wie es um die DLT-Adaption bei dem Großkonzern bestellt ist

Amazon sucht einen Software-Entwickler mit Blockchain-Expertise. Der Neuzugang soll dabei helfen, die Werbesparte des Online-Riesen in das Blockchain-Zeitalter zu überführen.

Mit der Blockchain-Adaption ist das so eine Sache. Die einen sagen sinngemäß: Das braucht eben alles Zeit; und dann gibt es andere, die behaupten, mit verteilten Systemen könne man keinen Blumentopf mehr gewinnen. Schließlich seien Blockchains nichts anderes als dezentrale Datenbanken, die einem festgelegten Regelwerk – den Konsensregeln – folgen. Blockchains, so die Schlussfolgerung, seien lediglich äußerst ineffiziente Datenbanken, die keinen wirklichen Mehrwert bieten.

Die Wahrheit ist, so genau lässt sich das in diesem Entwicklungsstadium noch nicht überblicken. Auch deshalb könnte es sich lohnen, frühzeitig die Fühler auszustrecken.

So oder so ähnlich dürfte auch Amazons Kalkül lauten. Denn wie aus einer Job-Anzeige hervorgeht, die der Online-Versandhändler auf LinkedIn gepostet hat, plant Amazon den Ausbau seiner Blockchain-Abteilung. Konkret soll der oder die neue Mitarbeiter/in Amazons Werbesparte mit Blockchain-Expertise versorgen.

Unser neues Team in Boulder, CO, sucht einen Software Engineer für unser Advertising FinTech Team, das sich auf ein Blockchain-, Abrechnungs- und Abstimmungssystem spezialisiert hat, um Datentransparenz bei grenzüberschreitenden Finanzdaten zu gewährleisten.

Wie die Anzeige weiter verrät, müssten Interessierte nach Colorado ziehen, um den Job anzutreten.


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Darüber hinaus ist über das Tätigkeitsfeld nicht viel bekannt. Ebenso wenig verrät Amazon, welche Form der Distributed-Ledger-Technologie für besagte Werbeplattform in Frage kommt.

Amazon ergründet die Blockchain nicht erst seit gestern

Die neue Werbeplattform ist indes nicht der erste Gehversuch, den das in Seattle ansässige Großunternehmen in Sachen Blockchain-Experimenten unternimmt. Erst im Juli dieses Jahres hatte Amazon gemeinsam mit Deloitte und Fidelity einen Start-up-Inkubator für die Blockchain-Szene gegründet. Gemeinsam mit dem Blockchain-Riesen der Ethereum Foundation und Stellar soll der CoLabs genannte Inkubator jungen Unternehmen Werkzeuge und finanzielle Mittel in die Hand geben, um ihre Blockchain-Lösung umzusetzen.

Daneben hat Amazon im November vergangenen Jahres die Blockchain-Management-Plattform aus der Taufe gehoben. Ziel war es, findigen Unternehmern das Aufsetzen einer Blockchain zu ermöglichen, ohne dass es dafür einer eigenen Plattform bedarf. Das Ganze sollte mithilfe von Hyperledger Fabric möglich gemacht werden. Amazon Managed Blockchain übernimmt dann etwa das Management von Zertifikaten, vereinfacht den Beitritt zum Netzwerk und überwacht die Nutzung von Netzwerkkapazitäten wie etwa Rechenleistung und Speicherplatz.

Über den Erfolg genannter Projekte ist derzeit allerdings wenig bekannt.

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