Altcoin-Marktanalyse KW34 – Bis auf Ripple (XRP) und Monero (XMR) eher mau

Altcoin-Marktanalyse KW34 – Bis auf Ripple (XRP) und Monero (XMR) eher mau

Die gesamte Marktkapitalisierung ist auf 212 Milliarden US-Dollar gefallen. Bis auf XRP und Monero (XMR) mussten alle Kryptowährungen der Top 10 Verluste verkraften. Größtenteils blieben diese jedoch im einstelligen Bereich.

NamePreis in US-DollarMarktkapitalisierung in Mrd. US-DollarKursänderung innerhalb der Woche in ProzentKurseinschätzungSupport in US-DollarResistance in US-Dollar
Bitcoin6.416,88110,50neutral6.273,346.602,35
Ethereum292,1729,64-8eher bearish281,10306,74
XRP0,3313,1710neutral0,320,37
Bitcoin Cash545,199,43-6eher bearish533,94597,81
EOS5,104,620neutral4,975,59
Stellar0,224,14-6eher bearish0,220,24
Litecoin55,773,23-7bearish54,3659,79
Tether1,002.73-1------
Cardano0,102,56-13bearish0,100,11
Monero97,511,592neutral95,69102,74

Dargestellt ist die Kursentwicklung der zehn Kryptowährungen mit der höchsten Marktkapitalisierung, welche in Milliarden US-Dollar angegeben ist. 

Nach dem dramatischen Kurssturz innerhalb der letzten zwei Wochen konnte sich der Markt in dieser Woche wieder etwas fangen. Zwar haben immer noch sechs von zehn Kryptowährungen Kursverluste verkraften müssen, jedoch befinden sich diese bis auf Cardano im einstelligen Bereich. XRP konnte sogar Kursgewinne von 13 Prozent verweisen.

Die Marktkapitalisierung ist entsprechend nur leicht von 218 Milliarden US-Dollar auf 212 Milliarden US-Dollar gefallen.

Kryptofrühling on the rise? Nicht so schnell. Gemäß der Charts sind die Aussichten weiterhin bestenfalls neutral. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Kurse an Supports und Resistances verhalten. Schaffen sie es, über die angegebenen Resistances zu steigen, kann man über eine Long Position nachdenken. Bei Cardano und Litecoin bietet sich aktuell eher eine Short Position an, bei der die Resistance als Stop Loss und der Support als Target genutzt wird.

Beste Kursentwicklung: XRP

Na ja, geht doch: Der Ripple-Kurs konnte in der letzten Woche satte zehn Prozent gewinnen. Zwar ist man, wie jüngst in der Kursanalyse der Top 3 beschrieben, noch weit von einem wirklichen Abschluss der Bodenbildung entfernt, aber ein Anfang ist gemacht. Der exponentiell gleitende Mittelwert EMA50 wurde überboten und aktuell wird der EMA100 getestet. Ebenso wird der seit dem 14. August verfolgte Aufwärtstrend auf die Probe gestellt.

Der MACD ist positiv, jedoch fällt die MACD-Linie (blau) unter das Signal (orange). Der RSI liegt bei 53. Insgesamt ergibt sich deshalb ein neutrales Bild. Entsprechend sollte man abwarten, welche Richtung der Kurs einschlägt. Fällt er unter den Support bei 0,32 US-Dollar, bietet sich eine Short Position an, bei der der noch verfolgte Aufwärtstrend, aktuell bei 0,34 US-Dollar, als Stop Loss und der zweite Support als Target dienen kann. Sollte der Kurs über das 50-Prozent-Fibonacci-Retracement-Level bei ungefähr 0,35 US-Dollar steigen, bietet sich eine Long Position an. Als Stop Loss kann man wieder den verfolgten Aufwärtstrend nutzen und als Targets die beiden Resistances bei 0,37 US-Dollar und 0,40 US-Dollar anvisieren.

Schlechteste Kursentwicklung: Cardano (ADA)

Der August war beileibe kein guter Monat für Cardano: Nachdem Ende Juli der Cardano-Kurs endgültig unter die exponentiell gleitenden Mittelwerte EMA50 und EMA100 fiel, wurde dieser Abwärtstrend größtenteils fortgesetzt. Am 18. August versuchte der Kurs, über den EMA50 zu steigen, fiel jedoch wieder unter denselben.

Der MACD ist nur knapp unter null, jedoch fällt die MACD-Linie (blau) aktuell unter das Signal (orange). Der RSI liegt bei 45. Gemeinsam mit dem jüngst gescheitertem Versuch eines Durchbruchs über den EMA50 bekommt man einen bearishen Eindruck. Mit knappem Stop Loss auf der Höhe des EMA50, aktuell bei 0,10 US-Dollar, kann man die beiden Supports bei 0,095 US-Dollar und 0,086 US-Dollar als Targets nutzen. Sollte der Kurs über den Stop Loss steigen, kann man den erstgenannten Support als Stop Loss für eine Long Position nutzen und die beiden Resistances bei 0,109 US-Dollar und 0,123 US-Dollar als Targets verwenden.

Stabilität der Top 10

Die Top 10 sind stabiler als sie es für längere Wochen waren: Zwischen IOTA und Monero liegen 10 Prozent, Cardano müsste sechs Prozent gewinnen, um über Tether zu steigen und Stellar ist noch knapp 12 Prozent von EOS entfernt.

Gewinner und Verlierer im Kurssturz

Durchschnittlich sind alle Kryptowährungen um sechs Prozent gefallen. Somit haben im Schnitt alle Kryptowährungen schlechter als Bitcoin performt. Bei den Top 100 ist die Situation anders: Diese sind durchschnittlich um zwei Prozent gestiegen.

Nur 27 Prozent der Kryptowährungen innerhalb der Top 100 konnten positive Kursentwicklungen vorweisen. Wenn man von unbekannten Opfern von Pumps wie TaTaTu und Cortex absieht, handelt es sich um bekanntere Assets: Ontology, Veritaseum, Nano und VeChain konnten allesamt Kursgewinne über 50 Prozent vorweisen. Ontology kann sicherlich auf den Launch des Main Nets verweisen. Nano konnte jüngst mit einem Stresstest, bei dem sie 750 TPS erreichten, punkten. Verlierer der Woche sind Aurora, die fast 40 Prozent Kursverluste verkraften mussten.

Insgesamt weisen 68 Prozent der Kryptowährungen innerhalb der Top 100 eine schlechtere Performance als Bitcoin auf. Der Marktanteil von Bitcoin steht aktuell bei 52 Prozent.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

BTC-ECHO

Tabellendaten auf Basis von coinmarketcap.com

Chartbilder auf Basis der Daten von binance.com und bitfinex.com. USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,88 Euro.

Über Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp GieseDr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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