Altcoin-Marktanalyse KW11 – Kurssturz statt Krypto-Frühling

Quelle: Business graph with arrows tending downwards

Altcoin-Marktanalyse KW11 – Kurssturz statt Krypto-Frühling

Das gesamte Marktkapital ist in dieser Woche auf 322 Milliarden Euro gefallen. Alle Kryptowährungen innerhalb der Top 10 mussten Verluste von mindestens 11 % verkraften. An der Struktur der Top 10 hat sich durch diesen Kurssturz jedoch nichts geändert. 

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Dargestellt ist die Kursentwicklung der zehn Kryptowährungen mit dem höchsten Marktkapital, welches in Milliarden Euro angegeben ist. Für Kryptowährungen, die aktuell nicht direkt in Euro tauschbar sind, wurde das jeweilige Handelspaar mit US-Dollar als Basis genommen und in Euro umgerechnet.

„Über die Frische des Frühlings zürnt bald die Nüchternheit“ – so könnte man die letzte Woche umschreiben. Nachdem die Woche recht wohlwollend gestartet hat, wurde der gesamte Markt erschüttert, was für den Bitcoin-Kurs einen Sturz um 28 % innerhalb weniger Tage bedeutete. Zwar konnten sich Bitcoin und die anderen Währungen innerhalb der Top 10 wieder leicht erholen, aber der Markt ist weiterhin angeschlagen. Von Anfangs 381 Milliarden Euro fiel das gesamte Marktkapital auf 322 Milliarden Euro. Durchschnittlich sind die Kryptowährungen in den Top 10 um 20 % gefallen. Dabei konnten Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash und Litecoin überdurchschnittlich performen.

Die Struktur der Top 10 hat sich in diesem Kursbeben jedoch nicht geändert: Es kam keine neue Kryptowährung in die Top 10 und auch die Reihenfolge der Kryptowährungen blieb dieselbe.

Beste Kursentwicklung: Litecoin

„Am besten“ ist natürlich  mit einem Kurssturz von fast 12 % ein Euphemismus. Der Litecoin-Kurs fiel innerhalb der letzten Woche unter die exponentiellen gleitenden Mittelwerte EMA 50 und EM100, konnte jedoch am EMA840 abprallen und testet aktuell den EMA50.

Ein negativer, jedoch steigender MACD sowie ein RSI bei 56 führen zu einem neutralen bis bullishen Eindruck. Der Support wird durch das Wochenminimum beschrieben. Die Resistance entspricht dem Beginn des Kurssturzes in der letzten Woche, das heißt dem Moment als der EMA100 durchbrochen wurde.

Schlechteste Kursentwicklung: EOS

Der EOS-Kurs befindet sich schon seit Längerem in einem Abwärtstrend. Er liegt nun seit ungefähr einem Monat unter dem EMA100, seit dem großen Kurssturz nun auch wieder langfristig unter dem EMA50 und dem EMA840. Der Kurs konnte sich zwar über dem seit Anfang 2018 bestehenden Abwärtstrend halten, bewegt sich jedoch seitdem seitwärts.

Der negative, jedoch steigende MACD und der RSI bei 48 sprechen gemeinsam mit Kurs und Trend eine neutrale bis bearishe Sprache. Der Support wird durch das Wochenminimum beschrieben. Die Resistance wird durch den EMA50 definiert.

Stabilität der Top 10

Das Marktkapital von NEO und Cardano liegt weiterhin sehr eng zusammen, sodass ein Anstieg vom Cardano-Kurs beziehungsweise ein Sturz vom NEO-Kurs um 0,7 % NEO ein derartiges Flippening nach sich ziehen würde. Auch Stellar liegt nur 5 % hinter den beiden Kryptowährungen. Wie letzte Woche trennen Monero und EOS 1 % Marktkapital . Schließlich ist DASH nur 4 % von einem Platz in den Top 10 entfernt. Sofern die Kryptowährungen nicht weiter ihr Synchronschwimmen veranstalten, kann sich die Struktur der Top 10 durchaus ändern.

Gewinner und Verlierer im Kurssturz

Durchschnittlich sind alle Kryptowährungen um 18 % gefallen. Das Gros der Kryptowährungen hat also auch in dieser Woche schlechter als Bitcoin performt. Innerhalb der Top 100 ist die Bilanz sogar eindeutiger: Dort sind die Kurse durchschnittlich um 19 % gefallen. Natürlich gab es innerhalb der Top 100 trotzdem einige Kryptowährungen, die deutlich besser als Bitcoin oder Litecoin performten. NEM konnte sogar einen Kursanstieg von 16 % vorweisen. Nexus konnte sogar einen Kursanstieg von fast 70 % vorweisen. Die Präsenz des NEM-Teams auf verschiedenen blockchain-relevanten Veranstaltungen sowie die Wiederaufnahme des Geschäfts seitens Coinchecks haben dem NEM-Kurs sicherlich gut getan. Zwar müsste der NEM-Kurs noch um 20 % steigen, um in die Top 10 zu kommen, jedoch wäre das durchaus schaffbar.

Verlierer der Woche sind IOS Token und GBYTE, die Kursverluste von deutlich über 30 % verkraften mussten. ZClassic konnte zwar in der letzten Woche temporär den Kurs verdoppeln, jedoch spricht alles dafür, dass es sich hier um einen Dead Cat Bounce handelte.

Bitcoin Private, die Kryptowährung, die aus ZClassic hervorging, ist seit gestern auf verschiedenen Börsen gelistet und wird aktuell für 64 Euro gehandelt. Mit einem Supply von 18,5 Millionen würde das gesamte Marktkapital bei 1,2 Milliarden Euro liegen.

Nur 3 % der Kryptowährungen in den Top 100 haben in dieser Woche positive Kursentwicklungen verzeichnen können. Insgesamt weisen jedoch 75 % eine schlechtere Performance als Bitcoin vor. Der Marktanteil von Bitcoin ist entsprechend von 41 % auf 42 % gestiegen.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

BTC-ECHO

Tabellendaten auf Basis von coinmarketcap.com

Chartbilder auf Basis der Daten von coinbase.com beziehungsweise bitfinex.com.

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