Altcoin-Marktanalyse KW07 – Auf Wiedersehen NEM, willkommen zurück IOTA!

Innerhalb der letzten Woche konnte sich der Markt erholen und das gesamte Marktkapital auf 373 Milliarden Euro ansteigen. Alle Kryptowährungen in den Top 10 konnten einen Anstieg verzeichnen. Für NEM reichte dieser jedoch nicht aus, um gegenüber IOTA seinen zehnten Platz zu verteidigen. 

NamePreis in €Marktkapital in Mrd. €Änderung der letzten Woche in %KurseinschätzungSupport in €Resistance in €
Bitcoin6.865,85115,764neutral bis bullish6.430,007.404,34
Ethereum683,8566,722neutral bis bullish636,21766,28
Ripple0,8533,3131bullish0,731,01
Bitcoin Cash1.018,5117,2814neutral bis bullish913,801.250,90
Cardano0,318.014bearish0,280,33
Litecoin124,126,854neutral bis bullish117,89138,49
NEO90,625,897neutral bis bearish82,7894,26
Stellar0,315,772neutral bis bearish0,300,33
EOS7,134,733neutral bis bearish6,717,54
IOTA1,454,037neutral bis bullish1,291,72

Dargestellt ist die Kursentwicklung der zehn Kryptowährungen mit dem höchsten Marktkapital, welches in Milliarden Euro angegeben ist. Für Kryptowährungen, die aktuell nicht direkt in Euro tauschbar sind, wurde das jeweilige Handelspaar mit Bitcoin als Basis genommen und in Euro umgerechnet.



Die Entwicklungen der letzten Woche taten dem gesamten Markt gut: Bitcoin konnte wieder verlorenes Gebiet einnehmen und schreitet auf die 7.000-Euro-Marke zu, Ripple konnte einen Großteil des massiven Kursverlustes wieder gutmachen und auch alle anderen der zehn vom Marktkapital her betrachtet größten Kryptowährungen konnten positive Kursentwicklungen verzeichnen.

Dabei kann Ripple mit satten 31 % Kursgewinn als sich am besten entwickelnde Kryptowährung der Woche feiern. Ethereum und Stellar konnten jeweils nur einen Kursanstieg von ungefähr 2 % vorweisen. Durchschnittlich sind die Kryptowährungen in den Top 10 um 8 % angestiegen.

Trotz einer ebenfalls positiven Bilanz reichte für NEM der Kursanstieg nicht aus, um sich weiterhin in den Top 10 zu halten und IOTA trat an seine Stelle.

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Beste Kursentwicklung: Ripple

Nach erfolgreichem Test des Abwärtstrends gab es für Ripple kein Halten: Der Kurs stieg wieder bis auf einen Euro an und konnte damit viel verlorenes Gebiet wieder gutmachen. Zwar gab es im Anschluss eine leichte Konsolidierung, die den Kurs auf den EMA50 zurückwarf, jedoch wurde der seit Erreichen des Minimums vom 6. Februar eingeschlagene Aufwärtstrend weiterverfolgt.

Ein positiver MACD sowie ein RSI bei 61 führen zu einem bullishen Eindruck. Support und Resistance können durch die Fibonacci Retracement Level beschrieben werden, die durch die Entwicklung zwischen 6. Februar und 10. Februar definiert ist. Der Support wird durch das 50-%-Fib-Retracement-Level beschrieben. Die Resistance wird durch das erreichte Wochenmaximum beschrieben.

Schlechteste Kursentwicklung: Stellar

Bezüglich der “Verlierer”-Position war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Stellar und Ethereum. Die in der Tabelle angegebenen Kursänderungen sind auf ganzzahlige Werte gerundet. Etwas präziser ist Ethereum im Laufe der Woche um 1,85 % gestiegen, während Stellar einen Anstieg von 1,67 % verzeichnen kann. Deutlich erkennbar ist die Seitwärtsbewegung des Stellar-Kurses: Der Kurs bewegt sich in einem schmalen Triangle Pattern. Etwas beunruhigend ist, dass beide exponentiellen gleitenden Mittelwerte unterschritten wurden und der EMA50 unter den EMA100 gefallen ist.

Der leicht unter Null liegende MACD und der RSI bei 46 sprechen eine neutrale bis bearishe Sprache. Support und Resistance werden durch das Triangle Pattern beschrieben. Ein positives Durchbrechen des Triangle Patterns würde auch den aktuell bestehenden langfristigen Abwärtstrend durchbrechen.

Stabilität der Top 10

Auch wenn IOTA nun einen Platz in den Top 10 vorweisen kann, ist diese Position keineswegs sicher: Ein Kursanstieg seitens NEM von 3 % würde hier wieder zu einer Umbesetzung der Plätze führen. Auch DASH liegt nicht weit zurück: Hier trennen nur 6 % die Kryptowährung vom Platz 10. Der Kampf um die Top 10 ist also im vollen Gange. Bezüglich höherer Positionen ist die Situation etwas sicherer; zwar mag es zwischen NEO und Stellar gegebenenfalls ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben, ansonsten sind jedoch die Unterschiede bezüglich des Marktkapitals recht groß.

Über alle Kryptowährungen gemittelt konnte jede Kryptowährung einen durchschnittlichen Anstieg von 14 % vorweisen. Natürlich gab es auch Verlierer, Nano beispielsweise musste nach dem Fiasko bezüglich BitGrail einen Kursverlust von 15 % hinnehmen. Noch schlechtere Performance zeigten Polymath mit einem Kursverlust von 19 % und Populous mit 30 %.

Eine Anomalie und Top-Performer ist aktuell U.Cash: Diese Währung stieg seit dem 10. Februar um 1.500 % an. Ob dieser Kursanstieg berechtigt ist, mag zum aktuellen Zeitpunkt bezweifelt werden; es handelt sich hierbei um einen sehr generischen ERC20-Token, der jüngst in einer Börse namens BTC-Alpha gelistet wurde. Selbst wenn der Use-Case hinter U.Coin sinnvoll ist, sieht das aktuelle Kursverhalten eher nach den üblichen Fluktuationen aus, die Token nach einem Börsenlisting zeigen.

Die Woche kann zusammenfassend unter dem Motto “Eine neue Stabilität finden” stehen: Ein Großteil der Kryptowährungen kann für die letzte Woche positive Kursentwicklungen vorweisen und auch die Position von Bitcoin hat sich gegenüber den anderen Kryptowährungen kaum geändert.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

BTC-ECHO

Tabellendaten auf Basis von coinmarketcap.com

Chartbilder auf Basis der Daten von bitstamp.com beziehungsweise binance.com.

Über Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp GieseDr. Philipp Giese arbeitet als Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Zudem engagiert er sich aktiv für die Krypto-Community – sowohl online als zentraler Ansprechpartner im Slack-Channel von BTC-ECHO als auch offline als Speaker und Interviewer pflegt er stets den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären. Der promovierte Physiker kann auf jahrelange Berufserfahrung als Projektleiter und technologischer Berater zurückgreifen. Philipp begeistert sich dabei seit vielen Jahren nicht nur für die technologische Dimension von Kryptowährungen, sondern auch für die dahinterliegende sozioökonomische Vision.

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