Alles (un)klar: Regulierung von Kryptowährungen in Afrika

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Die panafrikanische Ecobank hat einen Report über die Regulierung von Kryptowährungen in Ländern südlich der Sahara erarbeitet. Die Bilanz: Nur in zwei der untersuchten Sub-Sahara-Nationen stehen die Behörden dem digitalen Geld positiv gegenüber. 

Regulatorische Unklarheit ist einer der Hauptgründe dafür, warum die Massenadaption von Bitcoin und Konsorten noch auf sich warten lässt. Diese Unklarheit spiegelt sich auch in einer Studie der Ecobank wider, die den regulatorischen Status quo in Afrika, namentlich den Ländern südlich der Sahara, beleuchtet. Knapp die Hälfte der Nationen verfügt über keine offizielle Positionierung zu Kryptowährungen. Wirklich verboten sind diese nur in Namibia, Südafrika und Swasiland  dagegen sind Bitcoin und Co. offiziell wohlgesonnen. Die behördlichen Standpunkte der übrigen Nationen schwanken zwischen argwöhnischer Beobachtung und vorsichtigem Herantasten.

Namibia: Komplettverbot, weil nicht zentral gedeckt


Der Report enthält eine Karte, auf der die untersuchten Nationen farblich nach dem aktuellen Regulierungsstand geordnet sind. Ein roter Fleck fällt dabei sofort ins Auge: Namibia. Das Land im Südwesten Afrikas ist von den untersuchten das einzige, in dem Kryptowährungen offiziell verboten sind. Die Begründung findet sich in einem Positionspapier der namibischen Nationalbank vom September letzten Jahres. Dort heißt es:

“Neben der Tatsache, dass die Bank virtuelle Währungen in Namibia nicht als gesetzliches Zahlungsmittel anerkennt, erkennt sie auch nicht an, dass es sich um eine Fremdwährung handelt, die in Landeswährung umgetauscht werden kann. Das liegt daran, dass virtuelle Währungen weder von einer Zentralbank ausgegeben noch garantiert noch durch eine Ware abgesichert werden”

Das selbe Paper anerkennt jedoch auch das Potenzial der Kryptowährungen, Überweisungen zu beschleunigen. Dennoch: Vorerst bleibt Bitcoin eine moneta non grata in Namibia.

Grünes Licht in Südafrika und Swasiland

Anders verhält sich die Lage in Südafrika. Kryptowährungen genießen dort zwar noch nicht volle Legalität, die Regierung ist jedoch sehr bestrebt, regulatorische Rahmenbedingungen für den Umgang mit Kryptowährungen zu schaffen. Zu diesem Zwecke dient beispielsweise die seit Juli 2017 bestehende Zusammenarbeit von Regierung und dem Blockchainunternehmen Bankymoon. Auch die südafrikanische Zentralbank hat bereits letztes Jahr positive Signale in Bezug auf die Anerkennung von Kryptowährungen als legales Zahlungsmittel gesendet. Die südafrikanische Steuerbehörde South African Revenue Services (SARS) sucht derweil aktiv nach Wegen, wie man Transaktionen und Investitionen mit Kryptowährungen angemessen besteuern kann. Im April dieses Jahres hat sie entschieden, dass Einkommen aus Kryptogeschäften grundsätzlich als Kapitaleinkünfte versteuert werden müssen.

Der südafrikanische Binnenstaat Swasiland hat sich Kryptowährungen gegenüber ebenfalls offen gezeigt. Die Zentralbank der Monarchie, die zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, hat sich auf einer Konferenz im Oktober vergangenen Jahres positiv zu virtuellen Währungen geäußert:

“Es wäre wohl unklug, Kryptowährungen zu verwerfen und wir als CBS [Central Bank of Swaziland] sind am dazulernen und wollen Innovation unterstützen. Wenn es sich hierbei um Innovation handelt, wollen wir sie nicht im Keim ersticken. Wir wollen mehr über sie erfahren.”

Unklarheit überwiegt

Die Regulierungsinstanzen in neun der 39 untersuchten Nationen sehen Kryptowährungen grundsätzlich kritisch. Zu diesen Ländern gehören unter anderem Nigeria, Äthiopien, die Demokratische Republik Kongo und Kenya. Es soll jedoch Anzeichen dafür geben, dass diese Länder die Entwicklung im Bereich der Kryptowährungen aufmerksam beobachten. In sechs Ländern gibt es Indizien für Forschungsbestrebungen im Kryptobereich, diese sind jedoch häufig begleitet von Warnungen der Regulierungsbehörden. Neben dem Senegal gehören unter anderem Simbabwe, Kamerun und Ghana zu diesen kryptoneugierigen Nationen.

Mit 21 untersuchten Nationen verfügt die überwältigende Mehrheit über keine offizielle Linie gegenüber Bitcoin und  Co. Die Situation in Afrika unterscheidet sich in dieser Hinsicht also nicht wirklich vom Rest des Globus.

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