Alan Greenspan: Bitcoin wie frühere amerikanischen Kolonialwährung

Alan Greenspan, der frühere Vorsitzende der amerikanischen Notenbank Federal Reserve, fühlt sich vom Bitcoin an die Währung erinnert, die in den Vereinigten Staaten während der Kolonialzeit ins Leben gerufen wurde.



In einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender CNBC sagte Greenspan, der Bitcoin sei mit der im Jahr 1775 herausgegebene Währung der nordamerikanischen Kolonien vergleichbar. Diese Währung, die „Continental Currency“ genannt wurde, war die erste von Großbritannien unabhängige Währung in den Kolonien, aus denen später die Vereinigten Staaten werden sollten.

Die Währung wurde in der Zeit der amerikanischen Unabhängigkeitskriege verwendet, um die Eigenständigkeitsbestrebungen der Amerikaner zu unterstreichen. Darüber hinaus diente das Geld auch dazu, den Krieg zu finanzieren. Die Währung bestand aus Papiergeld und war nicht – wie damals noch üblich – durch Gold oder andere Gegenwerte gedeckt. Im Jahr 1782 nach dem gewonnenen Krieg wurde die Währung jedoch wertlos.

Die Parallele, die Greenspan zwischen der Kolonialwährung und dem Bitcoin sieht, liegt darin begründet, dass die Währung eben nicht durch Sachwerte gedeckt ist. Allerdings schlussfolgert er nicht automatisch, dass dem Bitcoin dasselbe Schicksal droht, das die amerikanische Kontinentalwährung erleiden müsste. Vielmehr stellt er die psychologische Dimension des Geldes heraus.

„Menschen kaufen alles Mögliche, was in der Realität keinen Wert hat“,

wird er zitiert.

„Sie spielen in Casinos, selbst wenn die Quoten gegen sie stehen. Das ist noch niemanden aufgehalten.“

Die Frage des Eigenwertes von Bitcoin und anderen Kryptowährungen hat sich schon oft gestellt. In der Reihe „Die 10 größten Mythen von Kryptowährungen“ sind wir auch dieser Frage bereits einmal genauer nachgegangen.

BTC-ECHO

Über Tobias Schmidt

Tobias SchmidtTobias ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Studium hat er im Fach Politik und Wirtschaft an der Universität Münster mit dem Bachelor abgeschlossen und war während seines Studiums zudem am Lehrstuhl als studentische Hilfskraft tätig. Darüber hinaus sammelte er berufliche Erfahrungen in der parlamentarischen Arbeit und in der strategischen Kommunikation, bevor er in das journalistische Fach wechselte. Seit 2017 widmet er sich der Blockchain-Technologie, wobei er sich insbesondere auf die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fokussiert.

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2 Kommentare zu “Alan Greenspan: Bitcoin wie frühere amerikanischen Kolonialwährung

  1. Natürlich darf man Bitcoin mit der amerikanischen Kolonialwährung vergleichen, man darf ja auch Mondraketen mit prähistorischen Steinschleudern vergleichen, man darf sogar Pin-up-Kalender mit Unterseebooten vergleichen. Das ist das schöne in unserer Gesellschaft, man darf irrsinnig viel. Man muss auch nicht belegen, ob diese Vergleiche irgendeinen Sinn haben. Man darf einfach dahin plappern und wenn man ein Ex-Federal-Reserve-Chef ist, dann steht es sogar in der Zeitung.

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