Adaption: Forbes testet Blockchain-Plattform Civil

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Das US-amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes will künftig auf die Blockchain-Technologie setzen. Forbes wird damit zum ersten großen Medienunternehmen, das von der „Journalismus-Blockchain“ Civil gebraucht macht.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Sven Wagenknecht

Obwohl die Blockchain häufig noch in den vielbeschworenen Kinderschuhen steckt, häufen sich die Bekanntmachungen großer Unternehmen, mit der neuen Technologie, die unter anderem unter Bitcoin liegt, experimentieren zu wollen. Nun hat mit Forbes ein weiterer großer Player sein Interesse an dezentralisierten Lösungen – hier für den Journalismus – bekundet. Durch die Zusammenarbeit mit der Civil Media Company erhofft sich Forbes unter anderem neue Erkenntnisse darüber, wie die Blockchain-Technologie dabei helfen kann, das Vertrauen der Leser zu erhöhen.

Wie dem Medium-Blog von Civil-Mitbegründer Matt Coolidge zu entnehmen ist, soll die Kooperation im Januar 2019 beginnen. Zunächst möchte Forbes die Metadaten auserwählter Forbes-Artikel auf der Civil-Blockchain abspeichern. Für den Anfang werden dabei nur die Daten krypto-relevanter Artikel ihren Weg auf die Ethereum-basierte Blockchain finden. Dort bleiben sie dann abgespeichert und vor der Veränderung durch Dritte geschützt. Coolidge:

„Die Veröffentlichung der Metadaten wird die Identität und Glaubwürdigkeit des Autors sowie den Expertenstatus der teilnehmenden Quellen unauslöschlich belegen.“


Sollte das Experiment im ersten Quartal 2019 glücken, könnte Forbes dazu übergehen, die Metadaten aller ihrer Artikel auf der Civil-Blockchain zu speichern.

Civil strebt an, ein dezentralisierter „Marktplatz“ für Journalisten zu werden. Diese können sich entweder einzeln oder als Kollektiv in sogenannten Newsrooms organisieren. Für eine Zulassung als Newsroom müssen die Journalisten sich bei Civil bewerben. Die Bewerbung umfasst dabei vier Schritte:

  • Newsroom-Anwärter müssen ihre „Mission“ mitteilen sowie die angedachte Zielgruppe und die angestrebte Finanzierung
  • das Einreichen einer Mitgliederliste des Newsrooms mit allen relevanten Referenzen
  • die Richtlininen des Civil-Netzwerks in Form der „Civil Constitution“ müssen unterschrieben werden
  • die plattformeigenen ERC-20 Token müssen erworben und gestakt werden.

Civil: CVL-Token Sale bis 15. Oktober

Wie dem letzten Punkt zu entnehmen ist, kommt auch die Civil-Plattform nicht ohne eigenen Token aus. Der CVL-Token verleiht seinen Besitzer insbesondere Stimmrechte, etwa für Abstimmungen über die Konformität eines Newsrooms mit der Civil Constitution. Der Token Sale begann am 18. September und läuft noch bis zum 15. Oktober.

Anders als die Newsrooms sind die Leser nicht zum Halten von CVL verpflichtet. Sie sollen in der Lage sein, die Journalisten in Fiat- sowie einigen Kryptowährungen zu entlohnen.

Bereits im Juni beschlossen abtrünnige Mitarbeiter der Denver Post, mit Hilfe von Civil ihre eigene unabhängige Medienplattform, The Colorado Sun, zu gründen.

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