Adaption: Forbes testet Blockchain-Plattform Civil

Das US-amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes will künftig auf die Blockchain-Technologie setzen. Forbes wird damit zum ersten großen Medienunternehmen, das von der „Journalismus-Blockchain“ Civil gebraucht macht.

wohl die Blockchain häufig noch in den vielbeschworenen Kinderschuhen steckt, häufen sich die Bekanntmachungen großer Unternehmen, mit der neuen Technologie, die unter anderem unter Bitcoin liegt, experimentieren zu wollen. Nun hat mit Forbes ein weiterer großer Player sein Interesse an dezentralisierten Lösungen – hier für den Journalismus – bekundet. Durch die Zusammenarbeit mit der Civil Media Company erhofft sich Forbes unter anderem neue Erkenntnisse darüber, wie die Blockchain-Technologie dabei helfen kann, das Vertrauen der Leser zu erhöhen.

Wie dem Medium-Blog von Civil-Mitbegründer Matt Coolidge zu entnehmen ist, soll die Kooperation im Januar 2019 beginnen. Zunächst möchte Forbes die Metadaten auserwählter Forbes-Artikel auf der Civil-Blockchain abspeichern. Für den Anfang werden dabei nur die Daten krypto-relevanter Artikel ihren Weg auf die Ethereum-basierte Blockchain finden. Dort bleiben sie dann abgespeichert und vor der Veränderung durch Dritte geschützt. Coolidge:

„Die Veröffentlichung der Metadaten wird die Identität und Glaubwürdigkeit des Autors sowie den Expertenstatus der teilnehmenden Quellen unauslöschlich belegen.“

Sollte das Experiment im ersten Quartal 2019 glücken, könnte Forbes dazu übergehen, die Metadaten aller ihrer Artikel auf der Civil-Blockchain zu speichern.

Civil strebt an, ein dezentralisierter „Marktplatz“ für Journalisten zu werden. Diese können sich entweder einzeln oder als Kollektiv in sogenannten Newsrooms organisieren. Für eine Zulassung als Newsroom müssen die Journalisten sich bei Civil bewerben. Die Bewerbung umfasst dabei vier Schritte:

  • Newsroom-Anwärter müssen ihre „Mission“ mitteilen sowie die angedachte Zielgruppe und die angestrebte Finanzierung
  • das Einreichen einer Mitgliederliste des Newsrooms mit allen relevanten Referenzen
  • die Richtlininen des Civil-Netzwerks in Form der „Civil Constitution“ müssen unterschrieben werden
  • die plattformeigenen ERC-20 Token müssen erworben und gestakt werden.

Civil: CVL-Token Sale bis 15. Oktober

Wie dem letzten Punkt zu entnehmen ist, kommt auch die Civil-Plattform nicht ohne eigenen Token aus. Der CVL-Token verleiht seinen Besitzer insbesondere Stimmrechte, etwa für Abstimmungen über die Konformität eines Newsrooms mit der Civil Constitution. Der Token Sale begann am 18. September und läuft noch bis zum 15. Oktober.

Anders als die Newsrooms sind die Leser nicht zum Halten von CVL verpflichtet. Sie sollen in der Lage sein, die Journalisten in Fiat- sowie einigen Kryptowährungen zu entlohnen.

Bereits im Juni beschlossen abtrünnige Mitarbeiter der Denver Post, mit Hilfe von Civil ihre eigene unabhängige Medienplattform, The Colorado Sun, zu gründen.

BTC-ECHO

Anzeige

Ähnliche Artikel

Abu Dhabi: Öl auf der Blockchain
Abu Dhabi: Öl auf der Blockchain
Blockchain

Die nationale Ölgesellschaft Abu Dhabis will die Lieferkette für ihre Ölproduktion zukünftig auf einer Blockchain abwickeln.

Kampf gegen Steuerbetrug: Thailändische Regierung erwägt Nutzung von Blockchain
Kampf gegen Steuerbetrug: Thailändische Regierung erwägt Nutzung von Blockchain
Blockchain

Bei der Bekämpfung von Steuerverbrechen erwägt die thailändische Regierung, zur Blockchain zu greifen.

Blockchain-Technologie: Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit nach wie vor groß
Blockchain-Technologie: Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit nach wie vor groß
Blockchain

Die Blockchain-Technologie hält einer evidenzbasierten Untersuchung über den tatsächlichen Nutzen nicht stand.

Newsletter

Die besten News kostenlos per E-Mail

Finde einen Job mit Zukunft

    Aktuell

    Blockstream veröffentlicht Blockchain Explorer Software, Esplora
    Blockstream veröffentlicht Blockchain Explorer Software, Esplora
    Bitcoin

    Blockstream veröffentlichte am 6. Dezember 2018 die Software hinter ihrem neuen Blockexplorer.

    Die Lage am Mittwoch: Bitcoin à la carte
    Die Lage am Mittwoch: Bitcoin à la carte
    Kolumne

    TenX lanciert die Krypto-VISA-Karte, während Konkurrent MasterCard ein Patent für einen Bitcoin-Tumbler anmeldet.

    Hochbegehrt, rar gesät: So findet man die besten Blockchain-Entwickler
    Hochbegehrt, rar gesät: So findet man die besten Blockchain-Entwickler
    Szene

    Kinderschuhe hin, Kinderschuhe her: Die Entwicklungen im Blockchain-Sektor legen auch in einem angeschlagenen Krypto-Markt keine Pause ein, im Gegenteil.

    UNICEF vergibt 100.000 US-Dollar an Blockchain-Start-ups
    UNICEF vergibt 100.000 US-Dollar an Blockchain-Start-ups
    Funding

    Im Januar rief das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen einen Wettbewerb aus, bei dem sich humanitär orientierte Blockchain-Start-ups um Finanzmittel durch den UNICEF bewerben konnten.

    Angesagt

    KingMiner: Der neue König des Cryptojacking
    Altcoins

    Das Cybersecurity-Unternehmen Check Point legt in einem Research-Artikel die Erkenntnisse über den neusten Cryptojacker offen.

    Breaking: TenX lanciert Kreditkarte
    Krypto

    In einem YouTube-Statement gab TenX-Gründer Julian Hosp den Startschuss für die lang ersehnten Kreditkarten.

    Bitmain schließt Forschungszentrum in Israel
    Unternehmen

    Bitmain sieht sich aufgrund sinkender Umsätze dazu gezwungen, ein Forschungszentrum in Israel zu schließen.

    YGC: 200-Millionen-US-Dollar für aktive Blockchain-Projekte
    Funding

    Nach den Verheißungen des Bullenmarkts 2017 haben Krypto- und Blockchain-Start-ups im Laufe des Jahres 2018 hochskaliert.