Adam Draper: New York BitLicense schadet den Bitcoin Startups

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © Onypix, Fotolia

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Der Boost VC Geschäftsführer Adam Draper hat kürzlich eine Petition gestartet, in der er einige Änderungen an der bisherigen New York BitLicense fordert.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

Die Petition fordert die Regulatoren auf, weniger Informationen über die Bitcoin-Startups zu sammeln; die doppelten Bundes- und Landes-Vorschriften einzudämpfen, da diese nur weiter Hürden und doppelte Kosten verursachen und eine Art Sandkasten für neue Produkte und Dienstleistungen zu schaffen, in dem neue Innovationen von Leuten getestet werden können, die das Risiko verstehen, bevor die Finanz-Produkte für die Masse zugänglich gemacht werden und damit eine BitLicense erforderlich wird.
In einem Video sagt Draper, dass diese Änderungen notwendig sind um die Kosten für neue Bitcoin-Startups in der digitalen Branche zu reduzieren. Er geht davon aus, dass sich die anfänglichen Kosten für eine BitLicense auf bis zu 2 Millionen US-Dollar belaufen können. Zudem kommen weitere jährliche Kosten von rund einer Millionen US-Dollar.

Draper sagt, dass diese Kosten die Einstellung eines zusätzlichen Compliance Beauftragten,  die nötigen Reporting-Standards, das Sammeln von Informationen sowie die AML/KYC (Anti-Geldwäsche) Ausgaben und die damit verbundenen Rechtskosten beinhalten.


Zudem würde es die BitLicense Investoren wie Boost VC schwer machen, Bitcoin-Startups in der frühen Gründungsphase mit finanziellen Mitteln zu unterstützen:

“Die derzeitige BitLicense erschwert den neuen Unternehmen in der digitalen Währungsbranche den Start erheblich und beeinträchtigt uns in der Ausführung unserer Tätigkeit. Mein Unternehmen ist darauf ausgerichtet technologische Innovationen anzutreiben und eine Über-Regulierung stoppt die Technologie. Die BitLicense wird nicht den bereits bestehenden Unternehmen oder großen Fonds schaden, sondern den Unternehmen, die sich gerade in der Gründungsphase befinden oder zukünftig gegründet werden.”

Anpassungen sind dringend erforderlich

Draper zufolge ist die überarbeitete BitLicense bereits eine erhebliche Verbesserung gegenüber der ursprünglichen Fassung. Dennoch gibt es noch zu viele Bestandteile, die für die Bitcoin-Startups einen zu hohen Kostenfaktor verursachen. Drapers Aussagen decken sich mit denen von Fred Wilson (Union Square Ventures) und anderen Kritikern, die sich bereits zu der derzeitigen Version der BitLicense geäußert haben.

“Wenn ich mir die zweite Fassung der BitLicense  durchlese, habe ich immer noch den Eindruck, dass es zu kostenintensiv für neue Bitcoin-Startups sein wird,” so Draper.

Draper bezeichnet die vorgeschlagenen Änderungen als gut für beide Seiten: “Ich denke es ist eine gute Balance zwischen einem angemessenen Rechtsrahmen und dem was Unternehmen brauchen um gedeihen zu können.”

Er räumt aber auch ein, dass er das Ende der zweiten Kommentierungs-Periode verpasst hat, aber dennoch seinen Teil zur Verbesserung der Lizenz beitragen will. Mit der Petition wolle er zudem die Menschen mit ins Gespräch bringen, die sich bisher zurückhaltend gezeigt haben.

Hier geht`s zur Petition.

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BTC-Echo
Englische Originalfassung von Stan Higgins via CoinDesk


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