Das Unternehmen ACI entwickelt Blockchains für Zentralbanken

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Business teamwork - puzzle pieces

Quelle: © bas121 - Fotolia.com

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Der internationale Zahlungsdienstleister ACI geht der Frage nach, wie die Blockchain-Technologie für Zentralbanken genutzt werden kann.

ACI ermöglicht mehr als 5000 Banken über 14 Billionen US-Dollar täglich über die eigene Software abzuwickeln.

Um entsprechende Blockhain-Anwendungsfälle zu simulieren hat ACI ein aus fünf Nodes bestehendes Netzwerk eingerichtet. Für dieses Vorhaben wurden Server in Nebraska, Omaha und Norcross in Georgia aufgestellt, die eine Blockchain auf dem Proof-of-Concept-Standard umsetzen. Bei der Simulation sollen Transaktionen zwischen einer Zentralbank und vier Finanzinstituten durchgeführt werden.

Das Unternehmen zählt schon seit längerer Zeit Zentralbanken zu seinen Kunden. So hat ACI beispielsweise letzten Monat bekannt gegeben, dass es gemeinsam mit dem Unternehmen VocaLink zusammenarbeiten möchte, um eine Infrastruktur zur Zahlungsabwicklung für Zentralbanken und Clearingstellen zu entwickeln.


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Der Chefarchitekt Roger Olophant erklärt, dass es ungefähr einen Monat braucht, um eine neue Blockchain ins Echtzeit-Abwicklungsnetzwerk, Universal Payments, zu integrieren – bis dahin ist es allerdings noch ein langer Weg.

Das Netzwerk Universal Payments wurde im Jahr 2013 gestartet und ermöglicht Massenzahlungen, Transaktionsdienstleistungen und Risikomanagement in über 80 Ländern. In diesen Feldern sieht Oliphant zukünftig eine Chance für ACI, die Blockchain-Technologie umzusetzen.

Er erwartet, dass bei der Integration mehrere Blockchains, mit der Unterstützung eines Branchenkonsortiums, eingesetzt werden.

“Unsere Strategie besteht darin mehrere Implementierungen zu ermöglichen, um Schnittstellen zum Ripple-Netzwerk zu haben und mit Ethereum zu arbeiten. “

Plan zur Integration

Oliphant rechnet damit, dass die Kunden von ACI eine Transaktionsrate von mindestens 2000 Transaktionen pro Sekunde erwarten – eine Zahl von der ACI gegenwärtig noch weit entfernt ist. Im Rahmen des Proof-of-Concept ist ACI in der Lage Transaktionen alle 5 – 7 Sekunden abzuwickeln. Verglichen mit dem aktuellen Abwicklungssystem, das ein bis drei Tage für eine Überweisung benötigt, ein Quantensprung.

Auch wenn noch technische Begrenzungen bzw. Herausforderungen im Bereich der Consensus Computations existieren, sieht Oliphant gute Chancen für die Blockchain Zentralbanken und das Finanzsystem im allgemeinen zu optimieren.

Würde der Test in einer echten Umgebung durchgeführt werden, so wären Zentralbanken in der Lage alle Abwicklungspositionen und alle Institutionen in Echtzeit zu erfassen, während gleichzeitig die Transaktionen beobachtet werden können.

Potentielle Kunden

In der Vergangenheit hat ACI dabei geholfen die Abwicklungsplattformen UK Faster Payments und Singapore FAST zu entwickeln. Für das Jahr 2017 plant ACI das Transaktionssystem New Payments Platform in Australien zu implementieren.

Das Finanzforschungsunternehmen Celent ist in einer Studie für ACI zu dem Ergebnis gekommen, dass erste Einsatzmöglichkeiten für die Blockchain bei Zentralbanken Anfang 2018 gesehen werden. Darunter fällt auch die Emission von zentralbankeigenen Kryptowährungen.

Der Prototyp von ACI geht damit auf das gestiegene Interesse der Zentralbanken an der Blockchain ein. Erst Anfang des Monats hat die Zentralbankchefin der FED, Janet Yellen, geäußert, dass die US-Zentralbank großes Interesse an der Blockchain-Technologie hat. Konkrete Vereinbarungen zur gemeinsamen Umsetzung gibt es aber noch nicht.

So haben auch die Zentralbanken untereinander verschiedene Ansichten über die Blockchain-Technologie. Während die niederländische Zentralbank untersucht, ob es möglich ist den gesamten Finanzmarkt über Smart Contracts zu steuern, äußert die Bank of England eher Zweifel an einer zeitnahen Abwicklung auf Blockchainbasis.

Oliphant merkt an, dass die Technologie entwickelt wird, um langfristig 1 Millionen Transaktionen pro Sekunde, ähnlich wie das Raidon Netzwerk von Ethereum, abwickeln zu können.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung (leicht gekürzt) von Michael del Castillo via CoinDesk


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