Ab Oktober: Stärkere Überwachung von Japans Krypto-Börsen?

Die japanische Finanzmarktregulierungsbehörte FSA wird sich ab Beginn nächsten Monats wohl genauer mit Japans Krypto-Börsen auseinandersetzen. Dies geht aus einem Bericht der Japan Times hervor.



Dem Bericht zufolge solle eine verstärkte Kontrolle dafür sorgen, dass sich Unternehmen, die am Krypto-Markt aktiv sind, sich an die vorgegebenen Regeln des japanischen Marktes halten. In erster Linie soll so die Einhaltung des Gesetzes zur Regulierung von digitalen Währungsbörsen kontrolliert werden, welches Anfang des Jahres erlassen wurde. Darin wurden Regeln erlassen, die verhindern sollen, dass Kryptowährungen und deren Handel an Börsen zur Geldwäsche missbraucht und somit in kriminelle Machenschaften verwickelt werden. Darüber hinaus wurde mit dem Know-Your-Customer-Grundsatz (KYC) ein Standard gesetzt, der eine jährlich abzuhaltenden Prüfung nach sich zieht. Dasselbe Gesetz hatte damals auch Bitcoin in Japan offiziell zum legalen Zahlungsmittel erklärt.

Nun möchte die FSA einen genaueren Überblick über die strikte Anwendungen dieses Gesetzes erhalten. Dies beinhalte entsprechende interne Systeme, um den Schutz von Kundenvermögen zu gewährleisten. Zudem wird kontrolliert, ob Anbieter die Kundenvermögen unabhängig von ihren eigenen Vermögen aufbewahren und ob sie angemessen auf Cyber-Attacken reagieren können.

„Wir wollen den Markt sowohl pflegen als auch regulieren“, wird ein Offizieller der FSA zitiert. „Damit ist eine gesunde Marktentwicklung sichergestellt.“ In Japan gibt es laut Bericht über 20 Krypto-Börsen, die sich nun ab Oktober wohl strengeren Kontrollen werden stellen müssen. Dazu wurde bereits im letzten Monat ein 30-Mann-starkes Überwachungsteam zusammengestellt, das sich unter anderem aus Mitarbeitern verschiedener Agenturen und dem Finanzbüro zusammensetzt, die über sehr viel Erfahrung verfügen sollen.

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Über Tobias Schmidt

Tobias SchmidtTobias ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Studium hat er im Fach Politik und Wirtschaft an der Universität Münster mit dem Bachelor abgeschlossen und war während seines Studiums zudem am Lehrstuhl als studentische Hilfskraft tätig. Darüber hinaus sammelte er berufliche Erfahrungen in der parlamentarischen Arbeit und in der strategischen Kommunikation, bevor er in das journalistische Fach wechselte. Seit 2017 widmet er sich der Blockchain-Technologie, wobei er sich insbesondere auf die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fokussiert.

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