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5.200 französische Tabakläden wollen Bitcoin anbieten

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Bitcoin in Frankreich Tabakläden

Quelle: Shutterstock

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Insgesamt 5.200 französische Tabakläden erweitern ihr Sortiment um Bitcoin. Hierfür hat das Krypto-Unternehmen Keplerk die Geschäfte mit Bezahl-Terminals ausgestattet, über die Kunden entsprechende Coupons erstehen können. Neu ist die Idee jedoch nicht. Anfang des Jahres wagte Keplerk bereits einen ersten Versuch, legte den Bitcoin-Handel in den Tabakgeschäften jedoch schnell auf Eis. Nun soll der zweite Anlauf gelingen.

Wer in Frankreich Zigaretten kaufen will, der ist auf die Dienste der heimischen Tabakläden angewiesen. Lediglich hier dürfen Raucherprodukte verkauft werden. Diese Monopolstellung will das französische Unternehmen Keplerk nutzen und Krypto-Begeisterten in tausenden Geschäften den Kauf von Bitcoin ermöglichen.

Wie die französischen Nachrichten BFM-TV an diesem Donnerstag, dem 10. Oktober, berichten, hat das Unternehmen hierfür nicht weniger als 5.200 Tabakwarenläden mit Bezahl-Terminals ausgestattet.

Über diese können Kunden ab sofort ähnlich wie etwa beim Kauf von Mobilguthaben oder Gutscheincodes für Streaming-Dienste Coupons erstehen, mithilfe derer die Bitcoins dann auf eine von Keplerk bereitgestellte Krypto-Wallet gutgeschrieben werden. Dabei bieten die Geschäfte Bitcoin-Coupons im Gegenwert von 50, 100 oder 250 Euro an.

Zurück in neuem Gewand


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Bereits im Januar hatte das Unternehmen einen ersten Anlauf gewagt und Bitcoin-Käufe in sechs Ladenlokalen ermöglicht. Zwei Monate später musste Keplerk sein Geschäft jedoch aufgrund langer Bearbeitungszeiten und nicht zuletzt öffentlicher Kritik auf Eis legen. Die Kunden waren vom plötzlichen Abgang des Anbieters wenig begeistert.

Das Produkt hat sich gut verkauft, aber von einen auf den anderen Tag wurden die Verkäufe gestoppt und ich habe von [Keplerk] nichts mehr gehört,

beklagt ein Tabakhändler diesen Schritt gegenüber BFM.

Geschäftsführer Adil Zakhar besteht hingegen darauf, zunächst „Opfer des eigenen Erfolgs“ geworden zu sein. Im zweiten Anlauf soll jetzt alles besser klappen. Hierfür hat sich Keplerk nicht nur von seinem alten Logo und Online-Anzeigen, sondern auch dem Plan verabschiedet, Ether anzubieten. Zudem senkt das Unternehmen seine Gebühren und erhebt künftig maximal 5,5 Prozent des Transaktionswerts.

Französische Behörden warnen

Zwar gilt Frankreich insgesamt als krypto-freundliches Land, Bitcoin-Begeisterte mahnen die französischen Behörden dennoch zu Vorsicht. Im vergangenen November etwa hatte die Zentralbank des Landes, Banque de France, gemeinsam mit der Finanzmarktbehörde AMF und der Bankenaufsicht ACPR vor den Investitionsrisiken „dieser spekulativen Anlageobjekte“ gewarnt. Nach Ansicht der Behörden sind Krypto-Investments für Privatanleger ungeeignet.

Ungeachtet dieser Warnungen schreitet die Bitcoin-Adaption in Frankreich derweil mit großen Schritten voran. Bis zum nächsten Jahr etwa wollen insgesamt 30 französische Händler, zu denen unter anderem Sportwarenriese Decathlon und Kosmetikkette Sephora zählen, Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel annehmen. So sollen bis zu 25.000 Akzeptanzstellen für die wichtigste Kryptowährung entstehen.


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