5 Gründe für den rasanten Bitcoin-Kursanstieg

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5 Gründe für den rasanten Bitcoin-Kursanstieg

Über das letzte Wochenende hinweg legte der Preis pro Bitcoin nochmals kräftig zu: +20%. Der starke Kursaufschwung zog natürlich auch das Interesse vieler Experten auf sich.

Marktbeobachter sehen verschiedene Gründe für jüngsten Kursanstieg. Ganz vorne dabei die derzeitige „Brexit“-Debatte, die zunehmende Popularität der Blockchain-Technologie und natürlich das bevorstehende Bitcoin-Blockhalving.

Auch wenn die treibende Kraft aller einzelnen Faktoren ebenso stark sein kann wie die Summe aller Ereignisse, schauen wir uns jeden Faktor einmal im Detail an.

Die Angst vorm „Brexit“

Mehrerer Experten vermuten, dass der sich abzeichnende Brexit Großbritaniens von den 28 EU Mitgliedsstaaten einen Großteil zur jüngste Preis-Rallye beigetragen haben kann.

Einige Umfragen ergaben zwar, dass die Mehrheit der Bevölkerung einen „Brmain“, also einen Verbleib in der EU befürwortet, andere Umfragen wollen aber wiederum diese Behauptung wiederlegen. Eine Opinium Umfrage will herausgefunden haben, dass aktuell 52% der Befragten für einen Brexit stimmen und nur 33% eine weitere EU-Mitgliedschaft präferieren.

„Die Brexit Abstimmung läuft gerade auf Hochtouren,“ so Arthur hayes, Mitgründer und CEO der Bitcoin Plattform BitMEX.

Er betonte zudem, dass dies ein historische Präzedenzfall sei der wegweisend für den weiteren Kursverlauf sein könnte:

„Wir erinnern uns noch alle daran wie der Bitcoin-Kurs auf den kurz bevorstehenden Grexit regiert hat. Sollte sich England für einen Grexit entscheiden wird die Hölle los sein. Die vorherrschende Unsicherheit wirkt sich gerade sehr positiv auf die Kurse der digitalen Währungen aus.“

Auch Tim Enneking vom EAM Cryptocurrency Fonds sieht den möglichen Brexit als Kurstreiber.

Das Bitcoin Block-Halving

Auch wird das bevorstehende Bitcoin-Halving, bei dem die Belohnung für die Miner halbiert wird, als möglichen Auslöser für den Kursanstieg geshen.

Nach dem vermutlich am 10 Juli stattfindenden Blockhalving erhalten die Miner nur noch 12,5 BTC anstatt wie bisher 25 BTC  pro geschürften Block. Rick Willard, Gründer CEO der Agentic Group LLC sagte, dass das Halving von vielen Leuten „mit großer Anspannung“ erwartet wird und verglich das Ereignis mit einem „Aktiensplitt“.

Du Jun, Mitgründer der chinesischen Bitcoin-Börse Huobi sagte das Halving würde das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage ins Wanken bringen. Er sagte zudem, dass das Ereignis größtenteils als positiv angesehen wird und der steigende Kurs die ersten Vorboten davon seien.

Bekanntheit der Blockchain

Auch die aufstrebende Bekanntheit der Blockchain-Technologie über alle digitale Währungen hinweg setzt positive Signale im Markt.

Willard geht davon aus, dass die Technologie zunehmend mehr Einzug in den kommerziellen Sektor halten wird, insbesondere bei Unternehmen die für die Vergabe von digitalen Rechten auf die Technologie zurückgreifen wollen. Willard bezeichnete das starke Wachstum als „potentiellen kommerziellen Moloch.“

Geldzufluss und Bitcoin-Nachfrage

Ein anderer Grund für den Kursanstieg könnte Ark Invest CEO Chris Burniske zufolge der starke Zufluss von Fiat-Währungen sein.

„Mach fasziniert die Stabilität von Ether bei dem derzeit stark ansteigenden Bitcoin-Kurs“, so Burniske.

„Für mich ist das ein klares Signal dafür, dass hier Fiat-Währungen wie Euro Yuan und US-Dollar in Bitcoin fließen und nicht etwa nur Ether in Bitcoin getauscht wird.“

Die Behauptung, dass am Wochenende eine starke Bullenstimmung herrschte wird von Marktdaten des Whaleclubs gestützt: Hier lagen die Longs am 11. Und 12. June bei 75 bzw. 94%.

Das Bitcoin Angebot an den Börsen hatte am Wochende eine schwere Zeit und konnte die Nachfrage kaum decken. Viele der Preissprünge wurden daher Petar Zivkovski zufolge nicht durch eine exorbitant hohe Nachfrage verursacht, sondern eher durch ein sehr geringes Angebot, denn kaum jemand wollte Bitcoin verkaufen:

„In diesem Fall erzeugte das niedrige Verkaufs-Interesse für ein Liquiditätsvakuum bei dem reguläre Käufer (keine großen Fische) den Preis maßgeblich beeinflussen können.“

Das China Debakel

Wie bereits in der vergangenen Woche erwähnt gehen viele Experten davon aus, dass China die treibende Kraft hinter dem Kurssprung ist.

Hayes prognostiziert, dass die Federal Reserve die Rate „in absehbarer Zeit“ nicht erhöhen wird und dass die PBOC bei dieser Rate die Abwertung verlangsamen oder gar teilweise rückgängig machen wird.

Joe Lee, Gründer der Handelsplattform Magnr äußerte sich ebenfalls zum China Debakel und den möglichen einfluss auf den Bitcoin-Kurs. Er nannte gleich mehrere Faktoren darauf bezogen die eine Nachfrage nach digitalen Währungen weiter stimulieren könnten:

„Die chinesische Nachfrage nach Bitcoin bleibt weiterhin groß und sie wird mit anhaltender Unsicherheit weiter ansteigen,“ so Lee in einem Interview mit CoinDesk.

„Die Kapitalflucht wird sich weiter konstant halten. Gerade erst hat der IMF (Internationaler Währungsfonds) eine Erhöhung des Ausfallrisikos chinesischer Unternehmensanleihen signalisiert.“

Im Kontrast dazu nannte Lee Bitcoin einen „natürlichen Schutz“ gegen solche Ereignisse.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Charles L. Bovaird II via CoinDesk

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