4 Milliarden US-Dollar in Bitcoin – Griechenland nimmt Börsen-Besitzer fest

4 Milliarden US-Dollar in Bitcoin – Griechenland nimmt Börsen-Besitzer fest

Die sozialen Medien überschlagen sich seit gestern Abend mit immer wieder neuen Theorien über das Verbleiben der BTC-e Börse aus Russland. Nun berichten Reuters und CNBC, dass ein russischer Staatsbürger in Griechenland festgenommen wurde. Der Vorwurf, von amerikanischer Seite, lautet Geldwäsche von über 4 Milliarden US-Dollar.



Spärliche Informationen

Derzeit geben die verschiedenen Agenturen nur spärlich Informationen heraus. Es ist bekannt, dass der Tatverdächtige ein russischer Staatsbürger im Alter von 38 Jahren ist. CNBC veröffentlichte den angeblichen Namen „Alexander Vinnik“.

Den Medien vor Ort wurde gesagt, dass Vinnik seit 2011 „eines der größten e-Crime Webportale der Welt führte“. Mit e-Crime werden gewöhnlicherweise Portale bezeichnet, die sich mit der Beschaffung von Rauschgift und Waffen beschäftigen.

Beunruhigend dabei ist jedoch, dass BTC-e ebenfalls seit 2011 im Geschäft ist. Als russische Börse könnte man zudem annehmen, dass der Eigentümer ebenfalls russischer Nationalität ist. Währenddessen meldete das russische Außenministerium, dass es von einem solchen Vorfall bisher nicht gehört habe.

Sollte die Anklage stimmen, so bleibt dies die größte Geldwäsche-Aktion der Welt. Zwei Razzien gegenüber der Drogenmafia in Australien stoppten zwar die bisher größten Geldwäsche-Aktionen der Geschichte, doch diese beliefen sich „nur“ auf 205 Millionen und 500 Millionen-Dollar.

BTC-ECHO

Über Danny de Boer

Danny de BoerAls Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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