Schweiz veröffentlicht Richtlinien zur ICO-Regulierung

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

Quelle: Bottom View to beautiful, traditional Viaduct in Switzerland via Shutterstock

Die schweizerische Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat Richtlinien zur ICO-Regelung (Initial Coin Offering) veröffentlicht. Andernorts treibt das Wort „Regulierung“ Investoren und Krypto-Unternehmern die Schweißperlen auf die Stirn, da damit oft auch Einschränkungen oder gar Verbote einhergehen können – nicht so in der Schweiz.

estoren und Krypto-Unternehmern die Schweißperlen auf die Stirn, da damit oft auch Einschränkungen oder gar Verbote einhergehen können – nicht so in der Schweiz.

Die Richtlinien sollen den boomenden Markt regulieren. Dabei liegt der Fokus auf der Verhinderung von Geldwäsche-Aktivitäten. Zudem soll das gegenseitige Vertrauen von Investoren und Organisatoren damit erhöht werden. In den Richtlinien soll jeder ICO separat bewertet werden. Zu diesem Zwecke wurden Token in drei Kategorien unterteilt:

Payment Token

Als Payment Token werden solche mit ausschließlich transaktionalem Zweck bezeichnet. Diese Token müssen dem geltende Anti-Geldwäsche-Gesetz entsprechen und werden nicht als Wertpapiere betrachtet.

Utility Token

Utility Token werden verwendet, um auf Produkte und Dienste zuzugreifen. Daher sind sie keine Wertpapiere, solange sie auf diese Weise verwendet werden.

Asset Token

Wenn Token Dividenden erzeugen, werden sie als Asset Token betrachtet. Solche Token gelten als Wertpapiere und werden ebenso reguliert. Wenn der Token als Unternehmensbestand dient, fällt er unter die zivilrechtlichen Bestimmungen.

Die meisten Token sind immer noch Hybride der oben genannten Kategorien. Somit ist es sehr schwierig, sie als einen einzigen Typ zu regulieren. Dazu sagte Jörg Gasser, der Sekretär des Schweizer Finanzministeriums, der Financial Times:

„Wir sehen ein großes Potenzial – aber der Markt ist nicht so diszipliniert wie wir wollen. Wir wollen, dass es [der ICO-Markt] sicher ist, ohne jedoch die Standards oder die Integrität unserer Finanzmärkte zu gefährden.“


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Die Schweiz hat sich immer wieder als kryptophiles Land präsentiert. Sowohl die schweizerische Rechtslage als auch die für Jungunternehmer günstige Steuersituation locken viele Firmen, die ICOs starten wollen, in das Alpenland. Auf der Crypto Conference St. Moritz im Januar erklärte der Schweizer Unternehmer und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann, er wolle die Schweiz als Krypto-Nation sehen. Die ersten Schritte dieses Weges sind bereits gegangen.

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