30.000 indische Router von Cryptojacking betroffen

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

Quelle: shutterstock

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Vor wenigen Monaten versprach eine Studie noch den Rückgang des Phänomens Cryptojacking. Nun hat ein indisches Cybersecurity-Unternehmen festgestellt, dass sich die Anzahl der Router, die ohne Zustimmung des Besitzers Kryptowährungen minen, allein im letzten Monat in Indien verdoppelt hat. Ist Cryptojacking wieder auf dem Vormarsch?

Im Juli dieses Jahres berichtete BTC-ECHO über eine Studie, die einen langsamen, aber stetigen Rückgang von Cryptojacking-Fällen feststellte und prophezeite. So unlukrativ wie dort beschrieben scheint das Geschäft mit der Übernahme von Mining-Geräten allerdings doch nicht zu sein. So fand das indische Cybersecurity-Unternehmen Banbreach nun heraus, dass Cryptojacking gerade in Indien noch hoch im Kurs steht.

Cryptojacker übernehmen Mining-Router


Laut Banbreach haben indische Cryptojacker 30.000 Mining-Router übernommen. Damit hat sich die Anzahl der Geräte, die von Cryptojacking-Software infiziert sind, im letzten Monat verdoppelt. Bei ihrer Untersuchung unterteilte Banbreach die Gebiete Indiens entsprechend der Bevölkerungsdichte in drei verschiedene Kategorien. Dabei stellte das Unternehmen fest, dass 45 Prozent der betroffenen Router in Indien in den am dünnsten besiedelten Regionen liegen. Dazu überwachte Banbreach den Internetverkehr und konnte alle mit dem Internet verbundenen Geräte mit öffentlichen IP-Adressen identifizieren. Dies ermöglichte es dem Unternehmen, den Verkehr der Router zu untersuchen.

Die Haupt-Malware, die von den Hackern verwendet wird, ist eine modifizierte Version des Coinhive-Mining-Protokolls. Dies ermöglicht Browsern, Kryptowährungen zu minen und konzentriert sich dabei besonders auf Monero. Von Natur aus ist Coinhive kein Werkzeug, das für kriminelle Machenschaften entwickelt wurde. So nutzten auch Wohltätigkeitsorganisationen das Script, um Spenden in Form von Monero zu generieren. Um die Verbreitung der Malware zu beschleunigen, entwickelten die Angreifer jedoch neue Versionen von Coinhive. Wie CoinGape am 6. Oktober berichtete, basiert der Großteil der 2,5 Millionen verschiedenen Cryptojacking-Malware-Programme auf dem Coinhive-Script.

Cryptojacking scheint also wieder auf dem Vormarsch zu sein. Wer auf Nummer sicher gehen und verhindern will, dass Angreifer die Rechenleistung des Browsers ungewollt für Mining-Aktivitäten nutzen, sollte ein entsprechendes Plugin aktivieren, das solche Malware blockt.

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