Vinnik wird in Russland vor Gericht stehen

Das griechische Gericht hat entschieden, dass der mutmaßliche BTC-e-Betrüger Alexander Vinnik in sein russisches Heimatland ausgeliefert wird, anstatt vor ein US-amerikanisches Gericht gestellt zu werden. Beide Länder hatten zuletzt eine Auslieferung Vinniks gefordert.



Das Gezerre um den russischen Mitbetreiber der Krypto-Plattform BTC-e, Alexander Vinnik, ist vorerst beendet. Nach der letzten Anhörung Vinniks vor einem griechischen Gericht hatte es noch Unklarheiten bezüglich des Ortes seiner endgültigen Verhandlung gegeben. Neben den USA, die Vinnik ob seiner Tätigkeit im Zuge des Betrugsskandals von BTC-e vor ein amerikanisches Gericht laden wollten, hatte vor Kurzem auch Russland Strafanzeige gegen seinen Staatsbürger erhoben. Die Unklarheiten sind nun beseitigt, Vinnik wird sich vor einem russischen Gericht verantworten müssen.

Nach einem russischen Medienbericht wird Vinnik in Russland nun anlässlich eines Gesamtvolumens von vergleichsweise geringen 667.000 Rubeln angeklagt werden, was einem Gegenwert von etwas weniger als 10.000 Euro entspräche. Die Anklagesumme der Vereinigten Staaten bewegt sich dagegen im Bereich von 12 Millionen US-Dollar (etwas mehr als 10 Millionen Euro). Dementsprechend entschieden hatte er sich gegen die Auslieferung an die USA gesträubt und die Rechtmäßigkeit angezweifelt, mit der ein russischer Staatsbürger vor einem amerikanischen Gericht verurteilt werden könne.

In einem Interview im September hatte Vinnik noch medienwirksam erklärt, dass er sich keiner Schuld bewusst sei und sich nicht erklären könne, warum er festgehalten wird. Von den ihm gegenüber erhobenen Vorwürfen habe er zudem erst im Nachhinein erfahren.

Alexander Vinnik war am 25. Juli in Griechenland festgenommen worden, nachdem BTC-e von der US-Strafverfolgungsbehörde stillgelegt wurde. Der russischen Börse wird, ebenso wie Vinnik, die Verwicklung in Geldwäscheaktivitäten vorgeworfen. Inzwischen ist die Krypto-Börse unter dem neuen Namen WEX wieder online, Vinnik hingegen wird sich nun vor Gericht verantworten müssen.

BTC-ECHO

Über Tobias Schmidt

Tobias SchmidtTobias ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Studium hat er im Fach Politik und Wirtschaft an der Universität Münster mit dem Bachelor abgeschlossen und war während seines Studiums zudem am Lehrstuhl als studentische Hilfskraft tätig. Darüber hinaus sammelte er berufliche Erfahrungen in der parlamentarischen Arbeit und in der strategischen Kommunikation, bevor er in das journalistische Fach wechselte. Seit 2017 widmet er sich der Blockchain-Technologie, wobei er sich insbesondere auf die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fokussiert.

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