Der Durchbruch? 21 Inc will Bitcoin an die Masse bringen

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

21 inc
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Das geheimnisvolle Bitcoin-Startup 21 Inc hat in einer Testreihe veranschaulicht, wie die Technologie des Unternehmens Bitcoin Transaktionen von Gerät-zu-Gerät automatisiert ermöglichen kann. Die Tests und weiter sehr interessante Informationen über 21 Inc wurden während einer 75 Millionen Dollar schweren C Finanzierungsrunde präsentiert.

In der Video- und Slideshow Präsentation zeigt 21 Inc. wie Bitcoin für einen Echtzeitmarktplatz für Internet-Bandbreite genutzt  werden könnte. Anhand von drei Proxy-Usern demonstrierte  21 Inc wie der Service die Donwloadkapazität durch Bitcoin Zahlungen in einem “Auktionsverfahren”aufteilen kann. Die Anzahl der geschürften Bitcoins bestimmt das Gebot.


In dem Test sieht man, wie sich die Bandbreite der drei Nutzer in dem Verfahren, basierend auf die getätigten Bitcoin-Gebote, in Echtzeit verändert.

Der Sprecher in dem Video erklärt:

“Morgen wird es  für den Clienten vielleicht schon möglich sein, durch das Senden von Bitcoin zusätzliche Bandbreite zu erwerben. Das heißt verschiedene Clienten können Bitcoins an einen Server senden und damit ihren Bandbreiten-Bedarf signalisieren und mit BTC erwerben.”

Eine Analyse der Blockchain bestätigt, dass am 16. Oktober von den Clienten 1, 2 und 3  Bitcoin-ZahlungenZahlungen eingegangen sind.
In der Präsentation des Unternehmens ist auch der e-Mail Verkehr zwischen dem 21 Inc CEO Matt Pauker und dem Comcast West Coast Direktor Francisco Varela zu sehen. In der e-Mail beschreibt der Manager des Internet-Giganten, wie die Kunden von dem 21 Inc Mining-Idee profitieren können.

Ein Sprecher von Comcast bestätigte die Gespräche, wie jedoch darauf hin, dass es derzeit noch keine offiziellen Pläne für eine Zusammenarbeit mit 21 Inc. gibt. Comcast ist nach AT&T der zweitgrößte Internetanbieter. Das 1963 gegründete Unternehmen  generierte im Jahr 2014 einen Umsatz von 67 Mrd. US-Dollar und beschäftigt mehr als 102.000 Mitarbeiter.

Aus der 80-seitigen 21 Inc Präsentation geht zudem hervor, dass 21 danach strebt der größte Transaktionsabwickler im Bitcoin-Netzwerk zu werden. Sozusagen ein Abwickler für Mikrotransaktionen und Anbieter eines gigantischen Mining-Pools zugleich, verpackt in einem sozialen Netzwerk.

Das Herzstück des Unternehmens soll ein Mining-Chip sein, der in elektronische Endverbraucherprodukte eingebaut wird und somit automatisch Bitcoins schürft.

Wie soll das funktionieren?

In der Präsentation ist die Rede davon, dass 21 Inc Pläne verfolgt einen eigenen “BitSplit” Mining-Chip in handelsübliche Elektroartikel wie USB-Ladegeräte, Computer, Router, Spielekonsolen Handyladegräte und Chips zu verbauen. Die Hersteller sollen die BitSplit Chips zum Nulltarif bekommen.

Einmal verbaut dient der BitSplitChip auch als hardcodierte Bitcoin-Wallet Adresse und belohnt den Nutzer mit einem Bitcoin-Anteil von 25%. 75% der durch den User geschürften BTCs gehen an 21 Inc.

Für jedes Gerät wird vordefiniert sein, für welche Zwecke der Nutzer die eigens geschürften Bitcoins ausgeben kann. In Frage kommen z.B. auch Spiele für Konsolen oder digitale Dienstleistungen.

Durch Computer, Handys oder USB-Hubs generierte Bitcoins könnten beispielsweise für diverse Anwendungen angerechnet werden, während durch Spielekonsolen oder Router geschüfte BTCs für zusätzliche Bandbreite oder Spiele ausgegeben werden können.

Während die Verbraucher im Einzelnen nur einen sehr geringen Teil des Mining-Netzwerks ausmachen, plant 21 Inc einen 26-Megawatt starken und mit  26.000 Servern ausgestatteten Mining-Pool zu errichten. Dieser soll den Profit für die Nutzer und 21 Inc. selbst erheblich steigern und eine sichere Auszahlung gewährleisten.

Dem Dokument zufolge generierte 21 Inc. in 2013 rund 5.700 und 2014 bereits 69.000 BTC.
Wenn es soweit ist und die Chips in die IoT Geräte (Internet of Things) verbaut werden, prognostiziert 21 Inc. Herstellungskosten von gerade einmal $ 7,45  pro BTC.

Kontakt zu Intel

Comcast war nicht das einzige große Unternehmen, das in der Präsentation genannt wurde.

21 Inc hat angedeutet, dass die Chips mit denen die Bitcoin-Transaktionen getätigt wurden in den Laboren von Intel hergestellt wurden und es bereits eine enge Beziehung mit dem Chip-Giganten gibt. Demzufolge sollen bereits die letzten beiden Generationen der 21 Bitcoin-Mining-Chips ind den Fabrikhallen von Intel hergestellt wurden sein. Darunter der 0,57 w/GH 22nm FinFET Chips (Codename Cyrus One) und der 0,22 w/GH 22nm Chip (Codename: Brownfield).

Obwohl Intel die Geschäftsbeziehung mit 21 Inc bisher im Geheimen hielt, veröffentlichte 21 Inc in dem Bericht eine e-Mail des Intel CEOs Brian Kranzich. In der e-Mail vom 05. September informiert Kranzich den 21 Inc CEo Pauker und den Investor Marc Andreessen über seine Meinung zur Implementierung von Mining-Chips in die elektronischen Konsumgüter.

Kranzich verweist darauf, dass er den Intel Vizepräsidenten GM Doug L Davis dazu anweisen wird, die Integration des Mining-Chips in Intel Produkte wie Desktop-Computer zu evaluieren:

“Ich werde Doug darüber informiert und eine Anweisung erteilen… Aber glauben sie mir, ich stehe 100% dahinter und werde die Rolle des Paten bei Intel dafür übernehmen.”

“Wir nehmen ihren Vorschlag wirklich sehr Ernst und sollte Intel den Mining-Chip in einem Großteil der Intel-Chips verbauen, wäre das ein riesen Sache und würde die breite Masse betreffen,” so der Leiter der New Business Gruppe bei Intel Jerry R Bautista.

Beide, 21 Inc und Andreessen lehnten eine Stellungnahme zu den Gesprächen mit Intel ab. Auch Intel war zu keiner Stellungnahme bereit.

Rollout soll im Q1 2015 erfolgen

Starten will 21 Inc der Strategie zufolge mit einem “Firts-Party” Gerät das zu Markteinführung und zur Verbreitung der Idee dienen soll.

Im ersten Quartal 2015 will 21 Inc einen eigens hergestellten USB-Hub auf den Markt bringen um danach die Idee der Chip-Integration in Computersysteme umzusetzen.

21 Inc beschreibt diese Strategie als “Die AOL CD für Bitcoin“. “Gebt den Nutzern erst einmal die Möglichkeit Bitcoin zum Nulltarif auszuprobieren. Ein Modell was bereits Millionen von Nutzern für sich gewinnen konnte.”

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Stan Higgins via CoinDesk

Image Source: CoinDesk

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