2017: Ein gutes Jahr für chinesische Blockchain-Patente

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

China

Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-illustration/china-high-resolution-law-concept-196544378?src=Ls3nYyjpNgPVEsNxT9nFxA-2-25

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Wie die Financial Times am 26. März berichtet hat, wurden 2017 nach Angaben der World Intellectual Property Organization (WIPO) die meisten Patente mit Bezug zur Blockchain in China angemeldet. Dies waren 225 von 406 Patenten. Alle anderen Wettbewerber liegen weit abgeschlagen dahinter zurück.

Bei der Ausgabe neuer ICOs oder dem Handel mit Kryptowährungen ist die chinesische Regierung mittlerweile skeptisch eingestellt. Dennoch ist diese Nation aktiv, wenn es darum geht, sich ihr geistiges Eigentum mithilfe eines Patents zu sichern. Weit mehr als die Hälfte aller Blockchain-Patente gingen im Vorjahr auf das Konto chinesischer Hersteller. China führte die Riege mit 225 Patenten an, gefolgt von den USA mit 91 und Australien mit nur 13 Patenten. Die Daten der WIPO haben die Analysten von Thomson Reuters ausgewertet. Die Anzahl der Anmeldungen hat sich demnach im Vergleich zu 2016 verdreifacht. Thomson-Reuters-Sprecher Alex Batteson spricht davon, dass man sich die Ideen schon lange vor einer möglichen Markteinführung sichern lässt. Dabei dürfe man auch nicht vergessen, dass es in vielen Fällen gar nicht zu einem produktiven Einsatz kommt.


Sechs der neun aktivsten Unternehmen in diesem Sektor kamen letztes Jahr aus China. Die Firma mit den meisten Anmeldungen war Beijing Technology Development. Auch wenn nicht alle Patente zu benutzbaren Produkten führen, befürchten Experten, dass es dadurch zu erheblichen wirtschaftlichen Barrieren kommt. Allerdings führt die Festlegung der eigenen Ideen und Entwicklungen dazu, den Wert des eigenen Unternehmens dauerhaft zu sichern und sich für Investoren interessant zu machen. Mögliche Anleger interpretieren die Patente dahingehend, dass die Unternehmen ihr geistiges Eigentum selbst zu Geld machen können. In Anbetracht der Patente sind keine oder zumindest weitaus weniger Ansprüche von Dritten oder gar Klagen von Konkurrenten zu erwarten. Das zumindest ist die Hoffnung, die in vielen Fällen hinter der kostenpflichtigen Patentanmeldung steckt.

China: Regierung in Peking pusht die Blockchain

Der Erfolg aus Fernost kommt nicht von ungefähr. Wie kürzlich bekannt wurde, plant die chinesische Regierung den Aufbau eines eigenen Investment- und Entwicklungs-Centers. Dieses soll allen Firmen des Landes dienen, die ihr Geschäftsmodell auf der Blockchain aufbauen wollen. Außerdem hat das chinesische Industrie- und Technologieministerium kürzlich eine Liste veröffentlicht, bei der es um Standards für die Entwicklung der Blockchain-Technologie geht.

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