Dotcom will sich mit Megaupload 2.0 und Bitcoin für Musiker & Produzenten einsetzen

Max Kops

von Max Kops

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Quelle: © Voyagerix - Fotolia.com

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Der umstrittene Internetunternehmer Kim Dotcom arbeitet an seinem Filesharing Dienst: Mit einer neuen Funktion möchte er die Macher von interessantem Content über ein Bitcoinsystem belohnen. Dotcom war in der Vergangenheit insbesondere wegen seinen Einstellungen zum Copyright, der Musikindustrie und seinen Filesharing Plattformen bekanntgeworden.
Megaupload 2.0: Bitcoins für kreative Köpfe

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Megaupload 2.0: Bitcoins für kreative Köpfe

Schnell hat man den Überblick über das Filesharing Geschäft Dotcoms verloren: Der einst riesige Filesharingdienst Megaupload ist seit längerer Zeit nicht mehr online. Nach Rechtsstreitereien des Internetunternehmers mit deutschen Wurzeln gründete Dotcom Mega.co.nz, eine neue Cloudplattform, die Nutzern große Mengen an kostenlosem Speicherplatz bot. Ganz aktuell sind die Nachrichten um Megaupload 2.0.

Der neue Megaupload 2.0 Dienst soll im Januar 2017 starten und vieles revolutionieren, dass von großen Internetfirmen bisher verpasst wurde: Darunter auch ein Vergütungssystem für Bereitsteller des Contents.

Bitcache: Affiliateprogramme für Künstler, Musiker und Produzenten

Das Vergütungssystem soll den Namen Bitcache tragen. Wie Kim Dotcom selbst über seinen Twitteraccount angekündigt hatte, wolle man jeden Filetransfer mit einem Micropayment vergüten. Dieses Feature soll daher generell für alle Medien auf der Plattform Anwendung finden und Bereitsteller belohnen.


Wie genau Bitcache funktionieren soll, inwiefern Nutzer selbst Einfluss auf die Vergütungen anderer haben und nähere Details sind bisher nicht bekannt. Internationale Medien wie das Bitcoin Magazine zitieren die Aussagen Dotcoms als Ankündigung eines “Affiliateprogramms” für Contentproduzenten. Wie der Megaupload Gründer selbst erklärt, werden “Uploader von beliebten Inhalten [davon] profitieren”. Gerade dafür eignet sich schließlich der Bitcoin, um die vielen Microtransaktionen bewältigen zu können.

Strategischer Zug oder ernstgemeinte Wohltätigkeit von Dotcom?

Immer wieder wird Dotcom vorgeworfen, Millionen oder gar Millardenschäden in kreativen Branchen rund um Musik und Filme verursacht zu haben. Für große Vertriebsfirmen, Produzenten und Plattenlabels gilt er daher als Erzfeind.

Umso überraschender erscheint die Idee, ein faires Vergütungssystem zu schaffen, dass alle Teilnehmer für ihre Mühen belohnt. Schließlich ist dies nicht unbedingt im Sinne des klassischen Filesharings, unter dem die meisten Nutzer die kostenlose Bereitstellung diverser Medien verstehen.

Folgt man den Aussagen des Unternehmers, die er über soziale Kanäle tätigt, scheint er sich tatsächlich gewendet zu haben. Denn von Copyrightverletzungen möchte er sich ab sofort bewusst distanzieren:

Dotcom will mit Copyrightverletzungen nichts mehr am Hut haben

Wer den Werdegang der Megaupload Plattform verfolgt, verbindet den Namen durch die zahlreichen Medienberichte schnell mit Copyrightverletzungen im großen Stil. Dennoch: Auch davon möchte man sich bei Megaupload 2.0 gänzlich befreien. Copyrightverletzungen hätten auf der neuen Plattform keinen Platz mehr und würden nicht geduldet, heißt es.

Meinung des Autors (Max):

Wieder einmal sagt Dotcom den großen Musiklabels und Filmproduzenten den Kampf an, aber dieses mal mit einer anderen Message: Statt die selbstdarstellerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und einen ewigen Streit zwischen Künstlern und Uploadern herbeizuführen, bringt er sie beide an einen Tisch: Künstler können selbst über ihren Vertrieb entscheiden und mehr Verantwortung tragen. Damit löst Dotcom gleichzeitig das Problem der vielen Parteien, die bei der Medienproduktion mitwirken und am Ende den größten Teil des Umsatzes für sich beanspruchen.

Eine der vielen Ideen, die sich auch mit der Blockchain umsetzen ließen, könnte Dotcom mit Megaupload 2.0 verwirklichen: Vergütungen für jene, die den Mehrwert bieten.

BTC-ECHO

Originalbeitrag Kim Dotcom’s Bitcache Can Work as a Bitcoin-Powered Affiliate Program for Content Creators via BitcoinMagazine


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