10 Milliarden US-Dollar: Grant Thornton überprüft Bitcoin & Co.

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Grant Thornton überprüft Bitcoin & Co.

Quelle: Shutterstock

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Grant Thornton hat Bitcoin & Co. im Gegenwert von 10 Milliarden US-Dollar untersucht. Dabei nahm das Unternehmen 40 verschiedene Kryptowährungen und 100 Millionen verschiedene Adressen unter die Lupe.

Dass der Krypto-Space kein transparenter ist, ist nicht erst seit Tether bekannt. Das Stable-Coin-Unternehmen, das vor Kurzem aus Versehen fünf Milliarden US-Dollar gedruckt hat, fiel auch in der Vergangenheit immer wieder als wenig vertrauenserweckend auf.

Grant Thornton sieht hier ein vielversprechendes Geschäftsfeld. So teilt die Buchhaltungs- und Beratungsorganisation in einer Pressemitteilung mit, dass sie sich unter anderem der Überprüfung von Kryptowährungen widmet. Bei ihrem letzten Audit nahmen sie folgende Kryptowährungen unter die Lupe:

  • Bitcoin
  • Bitcoin Cash
  • Ethereum
  • alle ERC20-Token
  • Ripple
  • EOS
  • Tezos
  • ZCash
  • Monero
  • Dogecoin
  • Steem
  • NEM
  • SiaCoin
  • Omni
  • NXT
  • Burst

Bei der Überprüfung ging es darum, herauszufinden, ob Krypto-Unternehmen die Coins, die sie vorgeben zu besitzen, tatsächlich auch besitzen. Dazu Markus Veith, Mitwirkender beim Grant-Thornson-Audit:

Wir haben vier Jahre lang Technologie-Plattformen und Audit-Methoden entwickelt, die es uns ermöglichen, [Echtzeit-]Saldos für Kryptowährungen zu erstellen – und das mit einer Genauigkeit, die strengen Audit-Standards entspricht. Das Ergebnis ist, dass wir unabhängig überprüfen können, was ein Unternehmen in verschiedenen Kryptowährungen hält.


Grant Thornton hat also offenbar eine Methode entwickelt, um Krypto-Unternehmen, allen voran Bitcoin-Börsen auf den Zahn zu fühlen. Dabei habe das Unternehmen die Analysemethoden auf die jeweiligen technischen Spezifika der einzelnen Kryptowährungen angepasst. Damit soll es nun Möglichkeit sein, eine große Anzahl verschiedener Kryptowährungen zu testen und dabei Millionen von Adressen zu überprüfen:

Wir haben [den Kryptowährungsaudit] für 40 Kryptowährungen und mehr als 100 Millionen Adressen in den ersten drei Monaten dieses Jahres durchgeführt.

Potential für Regulierungsbehörden

Das Audit-Verfahren dürfte indes bei Regulierungs- und Regierungsbehörden auf Interesse stoßen. Denn sie haben gerade in diesem Jahr immer wieder angekündigt, die Überprüfung von Krypto-Unternehmen künftig sorgfältiger durchzuführen. In diesem Zusammenhang erreichte uns erst kürzlich die Meldung, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eine strengere Regulierung von Bitcoin-Börsen vorsieht. In diesem Zusammenhang liegt derzeit ein Gesetzesentwurf vor, der eine Erlaubnispflicht für das Betreiben von Bitcoin-Börsen vorsieht.


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