Putin-Berater: Es ist ein Verbrechen Bitcoin-Zahlungen in Russland zu akzeptieren

Der russische Präsident Vladimir Putin

Ein Berater des russischen Präsidenten sprach in einem Bericht über Bitcoin und bezeichnete das Akzeptieren der digitalen Währung als einen kriminellen Akt. Es handelt sich um den erst kürzlich berufenen Internet-Berater Putin`s, German Klimenko, der dies dem russischsprachigen Online-Nachrichtendienst, Lenta.ru, mitteilte.

Entsprechend einer Übersetzung des russischen Bitcoin-Newsportal ForkLog, sagte Klimenko dem Nachrichtendienst Lenta.ru:

„Bitcoin ist nicht die erste Wahl, es gibt noch andere Zahlungsmethoden. Bitcoin als Zahlungsmittel, egal für was, zu akzeptieren ist nicht hinnehmbar, da es ein Verbrechen darstellt.“

Klimenko fuhr fort, indem er betonte, dass auch andere Staaten Digitalwährungen verbieten werden.

„Zwar schauen einige Staaten, dem Wachstum in homöopathischen Dosen, unbesorgt zu, aber spätestens, wenn ein kritischer Punkt erreicht ist werden sie es mit Sicherheit verbieten.“

Diese Äußerungen sind zeitgleich mit den Plänen Russlands erschienen so genannte Ersatzwährungen, also nicht-staatliche Währungen, einschließlich Bitcoin, zu verbieten. Jedoch bleibt unklar, wie ein solches Verbot aussehen würde und wie ein solches Verbot durchgesetzt werden könnte.

Des Weiteren sprach Klimenko vor allem über die bisherige Regulierung des Internets.

Wie von dem russischsprachigen Online-Nachrichtendienst Meduza, mit Sitz in Lettland, berichtet glaubt der Präsidentschaftsberater, dass das Internet eine stärkere Regulierung benötigt, da „das Internet mit Geld, Kriminellen und Terroristen überschwemmt ist.“

„Selbstverständlich muss das alles reguliert werden,“ sagte er.

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Kommentar von Sven Wagenknecht, BTC-Echo:

Das restriktive Vorgehen Russlands gegenüber Bitcoin ist nicht verwunderlich. Schließlich steht die heimische Währung, der Rubel, unter enormen Abwertungsdruck. Die starken Kursverluste des Rubels gegenüber anderen Währungen, wie dem Euro oder US-Dollar, bewegen viele Russen dazu ihr Geld in alternative Anlagen und Währungen anzulegen. Eine Trendwende ist, durch die anhaltend niedrigen Öl- und Gaspreise, nicht abzusehen und so wird der Rubel auch zukünftig nur durch extreme Interventionen der russischen Notenbank, wie bereits getätigte Zinsanhebungen, gestützt werden können. In diesem Kontext stellen Digitalwährungen wie Bitcoin, als Alternative zum Rubel, eine enorme Bedrohung für den russischen Staat dar. Vor allem die Unterwanderung staatlicher Kontrolle beinhaltet für einen stark autoritär geführten Staat, wie eben Russland, eine große Gefahr seine politische Macht zu verlieren. Das Verbotsverfahren gegenüber Bitcoin, seitens der russischen Regierung, veranschaulicht den Bedeutungsgewinn der Digitalwährungen. Schließlich wird Bitcoin von Russland nicht mehr belächelt, sondern bekämpft, was anerkennt, dass Bitcoin zu einer ernst zunehmenden globalen Währung geworden ist.

BTC-Echo
Quelle: Originalfassung von Stan Higgins via Coindesk
Foto: Vladimir Putin von Global Panorama via Flickr (CC)


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