Newnote Financial: Kryptowährungen verändern das Gesicht des Geldes

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Quelle: © Igor, Fotolia

Das Unternehmen Newnote Financial ist in den Kauf und der Weiterentwicklung von Bitcoin spezifischen Produkten und Serviceleistungen spezialisiert. Derzeit arbeitet das Unternehmen an einem eigenständigen Ökosystem für solche Leistungen.

Das Bitcoin Mining, also der Prozess der Bitcoin Generierung wird z.B. ein Bestandteil sein.

„Alle verfügbaren Dienste wollen wir unseren Kunden in nur einer einzigen Plattform anbieten können“, so der Geschäftsführer des in Vancouver ansässigen Softwareunternehmens Newnote Financial Corp. (WKN: A1111P in Frankfurt) Paul Dickson.

Es gibt keinen Zweifel darüber, dass die Akzeptanz von Bitcoin langsam, aber stetig steigt, was man beispielsweise am Kauf einer Villa auf der Insel Bali im Wert von 500.000 USD sehen kann.

Dickson sagt die meisten Menschen verstehen den Bitcoin ganz einfach noch nicht. Er vergleicht digitale Währungen mit Mobiltelefonen oder Appstores. „Das Bitcoin Protokoll ist wie der Appstore und der Bitcoin selbst ist eine App. Entwickler wie wir arbeiten also gerade so zuzusagen an neuen Apps für den Appstore. Diese „App“ soll verschiedene z.B.Finanzdienstleistungen wie Treuhänder oder diverse Verträge beinhalten.

Das Unternehmen hat kürzlich erst einen neuen Bitcoin Geldautomaten gekauft. Mit dem Gerät lassen sich in nur 15 Sekunden Bitcoins kaufen. Bezahlt werden kann mit Banknoten aus über 200 Ländern. Laut Dickson werden noch viele weitere Automaten folgen. Der Automat ist direkt mit der Handelsbörse des Unternehmens verlinkt.

„Wer also Bitcoins mit dem Bitcoin Automaten kauft, kauft auch gleichzeitig an unserer Börse“, so Dickson.

Die Börse von der Dickson spricht ist ebenfalls ein Teil der schnell wachsenden Erfolgsstory von Newnote. Die Börse heißt Puretrade Bitcoin und soll schon bald an den Start gehen.

Auf der Börse werden die Broker bereits bekannte Werkzeuge aus dem Aktienhandel wiederfinden verspricht Dickson. „Es ist genau das Gleiche wie der Handel mit Aktien.“

Das Unternehmen konnte erst kürzlich einen großen Meilenstein setzen als Winrock Resources Inc. (CSE:WR), die hundertprozentige Mutter des Newnote Networks Inc. Unternehmens, im April den Börsengang bekannt gab.

“Wir sind da wirklich sehr glücklich drüber,” so Dickson. „Wir haben das gemacht ohne aufgehalten zu werden, wir haben es sehr pflichtbewusst gemacht und sind sehr zufrieden mit dem Resultat.“

„Langsam fängt alles an Früchte zu tragen. Es wird in den kommenden Wochen sehr spannend werden.“

Ein Bestandteil des Projektes ist es, die Vorteile des sehr Kosten intensiven Bitcoin-Minings zu nutzen.

Newnotes Bitcoin Mining Center, welches sechs 10 Tonnen schwere Klimaanlagen besitzt, hat derzeit eine Kapazität von 6-7 Terahashes, so Dickson. „Das heißt wir produzieren ca. 1 Trillionen Hashes pro Sekunde.“ Ein Hash ist der kleinste Teil im Bitcoin Mining Prozess. In den nächsten Wochen will das Unternehmen auf insgesamt 10 TH kommen und bis zum Dezember auf insgesamt 50.

Die Maschinen können gekauft oder gemietet werden. Die Nutzer kaufen sich somit Gigahashes und die geschürften Bitcoins werden direkt auf ihrem Konto gutgeschrieben.

Noch einmal, alle der von Newnotes angebotenen Serviceleistungen sind miteinander verknüpft. Wenn sich also ein User einen Account macht um Gigahashes zu kaufen, bekommt auch gleichzeitig Zugang zu der Handelsplattform. Vice Versa funktioniert das genauso.

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„Wir bauen ein neues Ökosystem für Bitcoin Services.“

Das Datencenter erwirtschaftet aber auch eigene Gewinne indem Newnote Serverplätze an Externe vermietet. Derzeit stehen 12 externe Server in der Farm. Abgerechnet wird per Kilowattstunde.

Auch eine eigene Kryptowährung ist in Planung. Die Währung soll CryptoAid heißen und ist eigentlich nur eine Anpassung der Bitcoin OpenSource Software. Anders als mit den Bitcoins, welche zu 100% an die Miner gehen, wird von den CryptoAids ein Teil der Coins verteilt. Während der größte Teil der geschürften Coins an den Miner geht, wir ein kleiner Teil an eine Gruppe von Begünstigter gesendet. Die Liste der Berechtigten wurde von der CryptoAid Community bestimmt und in verschiedenen Empfängerebenen eingeteilt. Diejenigen die mit dem größten Bedürfnis eingestuft wurden, erhalten den größten Teil der gespendeten Coins.

“Anders als mit anderen veranstaltungen endet diese Aktion nie”, so Dickson.

“Mit CryptoAid lassen wir die Spende solange weiterlaufen, bis du Stop sagst.“ Und anders als mit dem Bitcoin kann diese Währung noch mit handelsüblichen Computern geschürft werden.

Es ist ein Projekt was dem jungen Unternehmer sehr am Herzen liegt. CryptoAid sei Dickson so wichtig, da es bisher noch keinen Wohltätigkeitscoin gibt. Der Geschäftsführer sprach auch schon von Plänen über die Gründung einer Wohltätigkeitsorganisation die von Newnote aufgezogen werden soll.

Nach dem Start der Börse wird CryptoAid zu Beginn in Bitcoin gehandelt werden können.

Innerhalb des Prozesses zur Erstellung der CryptoAids, kam Dickson eine weitere auf dem Bitcoin basierende Idee, wie er Umsätze generieren kann. Dickson nennt ihn den „Make-Up Coin“ oder ein Marketing-Werkzeug was er seinen Kunden anbieten kann.

In diesem Szenario würde Newnote diesen Coin in der gewünschten Anzahl bereits vorschürfen. Danach kann z.B. der QR Code auf die jeweiligen Produkte gedruckt werden. Bei einer Flasche würde sich z.B. der Kronkorken sehr gut anbieten. Danach muss der Kunde den Code nur noch scannen und so die Punkte (Coins) sammeln. Die Idee bietet Potential für langfristige Umsätze.“

Dickson sieht eine Zukunft in der die Akzeptanz von digitalen Währungen als selbstverständlich angesehen wird. Erste Zeichen dafür sind z.B. auch die Einführung einer bestimmten Kategorie in der nur digitale Währungen gehandelt werden auf Ebay oder die Möglichkeit auf der Homepage der Chicago Sun-Times mit Bitcoins zu zahlen.

„Die Akzeptanz und die Wertschätzung der digitalen Währungen wird steigen. Kryptowährungen werden mehr anerkannt werden, wenn er vom Einzelhandel mehr in das Konzept mit aufgenommen wird. Manche Unternehmen entwickeln dafür ihren Point of Sale weiter und ganz andere entwickeln ein komplett neue Infrastruktur.

“Es wird die Zeit kommen wenn wir alle den Bitcoin genauso nutzen werden wie eine Kreditkarte, dann halt nur mit unserem Mobiltelefon.”

“Es so unendlich viele Möglichkeiten. Der Bitcoin wird die Welt verändern, wie es die eMail schon zuvor mit der Kommunikation gemacht hat. Das wird unser Geld für immer verändern.“

Englische Originalfassung von: Fiona MacDonald

 

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